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Wenn Pferde Ostern feiern

Im rumänischen Tergowiste ziehen die herausgeputzten Tiere bei einer Parade Kutschen und führen komplizierte Sprünge vor.

von Eli Driu
14 April 2017, 1:30am

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"Wenn Pferde Ostern feiern" ist ein traditionsreiches Fest, das jedes Jahr im rumänischen Tergowiste stattfindet. Der Brauch wird vor allem von der kleinen, aber passionierten bulgarischen Gemeinschaft des Ortes gefeiert, die damit ihre Wurzeln als nomadisches Reitervolk ehrt.

Am Festtag in der ersten Woche der Fastenzeit werden die Pferde aus den Ställen geholt. Ihre langen Mähnen werden geputzt und mit bunten Schleifen verziert. Dann führt man sie über den Marktplatz zur bulgarischen Kirche, wo sie ein Priester segnet. Auf dem Weg dorthin ziehen viele Pferde Kutschen, in die jeder Einheimische oder Tourist einsteigen kann, um einen kleinen Verkehrsstau mit Pferden zu erleben.

Die Pferdeparade geht dann zurück in das bulgarische Viertel. Dort führen die Tiere diverse Kunststücke vor, wie zwei Holzwägen auf einmal ziehen oder komplizierte Sprünge. Das Absurdeste an der ganzen Sache ist, dass viele Rumänen noch nie von dem Fest gehört haben. Trotzdem benutzen alle den Ausdruck "Wenn Pferde Ostern feiern" als Synonym für "Niemals".

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