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MoMa

Das MoMA hat das erste 3D-gedruckte Kleid in seine Sammlung aufgenommen

Das Kinematic Dress besteht aus 2.279 dreieckigen Täfelchen und 3.316 Scharnieren, lässt sich über eine App an den Körper anpassen und ist direkt nach Druck tragbar.

von Emerson Rosenthal
11 Dezember 2014, 2:48pm

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von Nervous System

Das New Yorker Museum of Modern Arts hat das erste 3D-gedruckte Kleid, das tragbar aus dem Drucker kommt, samt Konzeptvideo von Kinematics für seine Sammlung akquiriert. Das schlichte und elegante Kinematic Dress wurde vom Design-Studio Nervous System mit Hilfe des 4D-Drucksystems Kinematics kreiert und bei Shapeways in New York ausgedruckt.

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Die komplexe Struktur des Kleides aus 2.279 dreieckigen Täfelchen und 3.316 Scharnieren wird in einem Stück gedruckt und passt sich seinem Träger so an, dass es sofort nach dem Druck ohne weitere Zusätze getragen werden kann.

„[Das System] Kinematics ermöglicht es, jegliche dreidimensionale Form per 3D-Druck in eine flexible Struktur zu bringen. Kinematics kombiniert geometrische Techniken des Computers mit der strengen Physik des Körpers und kundenindividueller Anpassung. Man kann mit Kinematics im Prinzip große Objekte über eine Simulation für den 3D-Druck komprimieren. Außerdem ist es möglich, Wearables mit komplizierten Mustern zu produzieren, die sich flexibel dem Körper anpassen", erklärt Nervous System.

Sitz, Flexibilität und Muster des Kleides lässt sich übrigens vollständig über die zugehörige Kinematics Cloth App anpassen. Hier könnt ihr die offizielle Presseerklärung von Nervous System lesen. Sehr außerdem ein paar Bilder des Kinematic Dress, ein Behind-the-scenes-Video sowie ganz unten das Kleid in Bewegung:

Das 3D-gedruckte Kleid von Nervous System und Shapeways

Die Scharniere und Täfelchen, aus denen das Kinematics-Design besteht, auf einer Röntgenaufnahme.

Kinematics Dress - 3D-printed gown in motion from Nervous System on Vimeo.