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DIY-Forschung

Mann startet in selbstgebastelter Rakete, um zu beweisen: Die Erde ist flach

"Es ist extrem furchterregend, aber wir kommen sowieso aus dieser Welt nicht lebend raus."

von River Donaghey
22 November 2017, 10:00am

Screenshot via Stellar Pictures Productions/YouTube

Die Erde ist rund. Die meisten zweifeln wenig an dieser Tatsache – außer sie sind Mitglieder der Spanischen Inquisition, oder der Rapper B.o.B. Doch dank einer unfassbar schlecht gestrickten Verschwörungstheorie glaubt eine kleine, aber hingebungsvolle Gruppe von Menschen, dass die Erde eine Scheibe ist. In den USA nennt man diese Menschen Flat Earther, "Mad" Mike Hughes ist einer von ihnen.

Und der 61-jährige Limousinenfahrer will es uns allen beweisen. Hughes hat die letzten fünf Jahre damit verbracht, seine eigene Wasserrakete in seiner Garage zu bauen. Wie Associated Press berichtet, will er sich damit am 25. November in die Luft schießen und der Menschheit einen Beweis erbringen, dass die Erde eigentlich eine Scheibe ist – umgeben von einer riesigen Eiswand.

"Ich glaube nicht an Wissenschaft", sagt Hughes gegenüber AP. "Ich weiß Bescheid über Aerodynamik, Strömungslehre, wie sich Dinge durch die Luft bewegen, die Größe von Raketendüsen, Schubkraft ... Aber das ist nicht Wissenschaft, sondern nur eine Formel. Es gibt keinen Unterschied zwischen Wissenschaft und Science-Fiction."

Die Rakete zu bauen, hat insgesamt 20.000 Dollar gekostet. Hauptsponsor ist die Gruppe "Research Flat Earth". Am Nachmittag des 25. November will Hughes sich damit von der kalifornischen Geisterstadt Amboy aus in den Himmel schießen. Dabei rechnet er mit Geschwindigkeiten von bis zu 800 km/h.

"Ich mache gern außergewöhnliche Dinge, die sonst niemand kann, und niemand in der Geschichte der Menschheit hat je seine eigene Rakete entworfen, gebaut und ist dann darin gestartet."

"Wer da nicht Todesangst hat, ist ein Idiot", sagt Hughes. "Es ist extrem furchterregend, aber wir kommen sowieso aus dieser Welt nicht lebend raus. Ich mache gern außergewöhnliche Dinge, die sonst niemand kann, und niemand in der Geschichte der Menschheit hat je seine eigene Rakete entworfen, gebaut und ist dann darin gestartet."

Hughes ist bereits 2014 in den Himmel geflogen. Damals brachte er es auf eine Höhe von 418 Metern. Er überlebte, brauchte aber danach drei Tage, um sich von den Beschleunigungskräften zu erholen.

Laut Hughes' Website wird es uns allen möglichen sein, den Raketenstart vom 25. über "Pay-per-view"-Internet zu verfolgen. Wenn ihm die Mission gelingt, so Hughes gegenüber AP, wolle er eine weitere Rakete bauen, die ihn noch höher hinaus bringt. Letztendlich will er es ins Weltall schaffen – und dort die riesige Oblate bewundern, die wir Erde nennen.

"Nichts ist unerreichbar", sagt Hughes. "Man kann alles schaffen. Man muss nur genug Geld, Zeit und Denkarbeit investieren."

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