Kunde fordert Geld zurück, weil Prostituierte keine biologische Frau ist

Weil sie ihm statt der 50 Euro nur 30 zurückgab, rief der Mann die Polizei.

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14 Juli 2017, 2:33pm

Foto: Marco Broscheit | Flickr | CC BY 2.0

Offenbar hatte die Polizei in Baden-Württemberg Spaß, als sie am Mittwochabend in ein lokales Bordell gerufen wurde. Dort hatte sich ein Mann mit einer der Sexarbeiterinnen gestritten, weil diese ihm sein Geld nicht zurückerstatten wollte. Er hatte zuvor gemerkt, dass sie nicht die war, für die er sie gehalten hatte. In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei: "Als er überrascht feststellen musste, dass es sich gar nicht um eine Dame, sondern um einen Herren handelt, wollte er sein Geld zurück, obwohl er ja eine Kleinigkeit mehr bekommen hatte, als er bestellt hatte."

Nachdem die Prostituierte ihrem Kunden nur 30 der zuvor gezahlten 50 Euro zurückgab, rief dieser die Polizei. Diese konnte den Streit schlichten. Der Fall bleibt mysteriös: Weder über den Verbleib des restlichen Geldes noch über die tatsächliche Geschlechtsidentität der Beschuldigten konnte ein Sprecher der Polizeistelle Aalen gegenüber VICE Auskunft geben.

Wir wollen euch das Telefonat trotzdem nicht vorenthalten:


VICE: Handelte es sich bei der Prostituierten um einen Mann oder eine Transfrau?
Sprecher: Um einen als Frau verkleideten Mann, steht doch in der Pressemitteilung.

Das stimmt, aber ich bin verwirrt. War es ein Mann in Frauenkleidern? Oder eine transsexuelle Frau? Das macht ja einen Unterschied.
Sie meinen einen Mann, der sich als Frau fühlt? Das kann sein. Am Ende ist es biologisch trotzdem ein Mann.

Ehm, na ja, das kann man auch anders sehen. Und was ist mit den fehlenden 20 Euro, die den Streit ausgelöst haben?
Das weiß ich leider auch nicht.

Wir haben versucht, unseren journalistischen Auftrag zu erfüllen. Die Polizei Aalen war wenig kooperativ und so entlassen wir euch mit offenen Fragen in dieses Wochenende.

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