Auch vier Jahre nach dem Unglück hat sich an den Arbeitsbedingungen der Näherinnen in Bangladesch nichts verändert: Die Löhne sind nach wie vor zu niedrig, Arbeitsschutzmaßnahmen gibt es kaum und sexuelle Belästigung ist noch immer ein schwerwiegendes Problem in der Industrie. Der Fotograf Claudio Mentesano Casillas hat die Fabriken von Dhaka besucht, um den Alltag der Näherinnen zu dokumentieren.Folgt Broadly bei Facebook, Twitter und Instagram.Mehr lesen: Trotz Kopftuch-Kollektion – Wie H&M und Co. den Islam missverstehen
In den Räumen einer kleinen Fabrik in der Altstadt von Dhaka sitzen viele junge Menschen dicht gedrängt an ihren Nähmaschinen. Bei kleinen Fabriken wie dieser handelt es sich meist um nicht registrierte Unternehmen, die Kleidung für den einheimischen und zum Teil auch für den indischen Markt produzieren. In den Fabriken gibt es in aller Regel keine Arbeitsaufsicht und auch auf internationaler Ebene wird nicht registrierten Fabriken kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die meisten von ihnen halten sich noch nicht einmal an das Verbot von Kinderarbeit.
Arbeiterinnen bei einer Feier in ihrer Fabrik.
Menschliche Knochen unter den Trümmern des Rana Plaza in Sabhar, einem Stadtteil von Dhaka.
Eine Näherin prüft die Qualität der Jeans, die in der Fabrik hergestellt werden. Der Mindestlohn der Näherinnen in Bangladesch ist mit 3.000 Taka (33 Euro) im Monat der Niedrigste der ganzen Welt.
Eine Feier in einer Bekleidungsfabrik.
Ein überfüllter Raum in einer nicht registrierten Fabrik in Dhaka.
Eine junge Arbeiterin bei der Qualitätskontrolle.
Die Trümmer von Rana Plaza.
