Hangover-News

5 News vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest

Die Familie der getöteten Journalistin Kim Wall dreht ein Abschiedsvideo, ein Wiener Haifisch-Maskottchen wird wegen des Vermummungsverbots angezeigt und eine Braut versucht, alle ihre Hochzeitsgäste mit Ecstasy zu versorgen.
Kim Wall

Wir geben uns hier jede Woche größte Mühe, aber Wortspielkönig des Wochenendes ist Johannes Klein aus Koblenz. Er hat 25.000 Brillen gesammelt, um die längste Brillenschlange der Welt zu erschaffen. Ist aber für einen guten Zweck.
Die Union Rheinland-Pfalz feierte den Sammler:

CDU und CSU hatten an diesem Wochenende sonst wenig zu feiern, die Schwesterparteien verwendeten ihre gesamte Energie darauf, eine Zahl festzulegen, die wie eine Obergrenze für Flüchtlinge wirkt, tatsächlich aber keine ist. Wir hoffen, ihr habt euer Wochenende sinnvoller verbracht.

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Hier fünf Geschichten der letzten Tage, die Ihr nicht verpasst haben solltet. Willkommen bei den Hangover-News:

Kim Walls Familie dreht Abschiedsvideo

Mit einem bewegenden Video erinnert die Familie der ermordeten Journalistin Kim Wall an ihre Tochter. "Kim was happy. The future was bright", heißt es darin zum Beispiel.

Für den Kim Wall Memorial Fund, mit dem junge Journalisten gefördert werden sollen, sind bereits mehr als 100.000 Dollar gespendet worden. Am Samstag hat die dänische Polizei weitere Leichenteile der Schwedin geborgen. Hauptverdächtiger ist der Erfinder Peter Madsen, mit dem die 30-Jährige im August für einen Artikel in seinem selbstgebauten U-Boot unterwegs war. Er streitet einen Mord ab und behauptet, dass Wall durch eine herabfallende Luke getötet worden sei. Allerdings zeigt der gefundene Schädel keinerlei Anzeichen dafür, dass dumpfe Gewalt auf ihn gewirkt habe, teilte die Polizei mit.

Journalisten finden rechte Souvenirs an sächsischer Tankstelle

"Zapfsäule fünf, bitte. Und wir nehmen dann noch einen Plüschpanda, ein paar Flummis und die Blechschildchen-Serie "Nazi-Deutschland"?

Der freie Journalist Thomas Datt, der unter anderem schon für MDR, Zeit Online und Spiegel Online gearbeitet hat, postete am Samstag ein Foto einer Sammlung Neonazi-Kitsch, die ein Kollege an einer Tankstelle in der sächsischen Oberlausitz erspäht haben will. Auch wenn das geschmacklich rechts viel zu weit draußen ist: Legal ist der Reichsbürger-Bedarf und Wehrmachtskitsch. Nur konsequent, dass Beate Zschäpe von der Compact-Sonderausgabe über die Auslage wacht.

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Vermummungsverbot: In Wien wird ein Haifisch angezeigt

Es ist aber auch verzwickt mit dem Islamhass: In Österreich ist ein Gesetz eingeführt worden, das Burkas und Nikab auf der Straße verbieten sollte. Weil das aber nicht so deutlich ins Gesetz geschrieben werden sollte, heißt es darin nun, dass jeder, der in der Öffentlichkeit seine Gesichtszüge durch Kleidung oder andere Gegenstände so verbirgt, dass diese nicht mehr erkennbar sind, mit einer Geldstrafe bis 150 Euro rechnen muss. Die Regel ist also religionsneutral – und seit dem Wochenende ist sie auch tierneutral. Denn bei der Eröffnung eines Elektronikladens der Kette McShark hielt die Polizei in der Wiener Innenstadt einen Promotionmitarbeiter im Hai-Plüschkostüm fest.

Die Regel gilt seit 1. Oktober und ist von Anfang an umstritten. Was die Österreicher überhaupt noch tragen dürfen und was passiert, wenn Daft Punk nach Wien kommen, haben unsere Kollegen aus Österreich beim dortigen Innenministerium mal angefragt.

Familienbetrieb: Vater bricht in Bank ein, Kind steht Schmiere

Fans von 15 Jahre altem R&B werden sich noch an "Family Affair" von Mary J. Blige erinnern. Zu was zu viel Kooperation innerhalb einer Familie führen kann, zeigte sich dieses Wochenende in Köln-Ossendorf. Ein elf Jahre alter Junge stand dort in der Nacht von Samstag auf Sonntag gemeinsam mit seiner 27-jährigen Mutter Schmiere, während sein 32-jähriger Vater versuchte, in den Tresorraum im Keller einer Bank einzubrechen. Half alles nichts: Die Polizei hat den Raub dank Tipp eines Anwohner vereitelt, dem das nächtliche Treiben verdächtig vorkam. Wie es für den Jungen weitergeht, muss nun das Jugendamt entscheiden.

Braut wollte Hochzeitsgäste mit Ecstasy versorgen

Künftige Brautpaare aufgepasst: Versorgt eure Gäste lieber mit dem immergleichen 08/15- Goodie-Bag als mit dem Zeug, das eine in Deutschland lebende Kroatin im Zug in Richtung ihrer Heimat bei sich hatte. Mit 36 Ecstasy-Pillen habe sie ihren Gästen auf einer "Nachhochzeitsfeier" eine Freude bereiten wollen, sagte die 33-Jährige den bayerischen Ermittlern. Sie wolle am nächsten Tag ihren Freund heiraten, der derzeit eine langjährige Haftstrafe wegen schweren Raubes in Kroatien absitzt, so ihre Erklärung. Die Polizisten kontrollierten die Frau, die mit ihrem Kampfhund im Zug saß, weil sie "sehr nervös wirkte". Sie wurde wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt, durfte aber weiter nach Kroatien zu ihrer Hochzeit, berichtet die Polizei – aber eben ohne Goodie-Bag.

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