Vergewaltigung

Warum sich Vergewaltigungsopfer nicht "einfach wehren" können

Für die Schockstarre, in die viele Menschen während eines Übergriffs verfallen, gibt es sogar einen eigenen Begriff: tonische Immobilität.

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass es sich um eine instinktive und "natürliche" körperliche Reaktion handeln würde, sich bei einer Vergewaltigung zu wehren. Wir erwarten, dass unser natürlicher Überlebensinstinkt einfach die Kontrolle über unseren Kopf und unseren Körper übernimmt, sobald wir angegriffen werden. Im Umkehrschluss würde das allerdings bedeuten, dass Frauen nur vergewaltigt werden können, wenn sie körperlich unterlegen sind.

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In Wahrheit ist es so, dass die Mehrheit der Vergewaltigungsopfer unwillkürlich in eine Schockstarre verfällt, in der jede Form des Widerstands unmöglich wird. Das konnten Wissenschaftler nun im Rahmen einer neuen Studie zeigen. Dieser Zustand wird als "tonische Immobilität" bezeichnet und könnte laut den Forschern einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie wir in Zukunft vor Gericht oder im Krankenhaus mit Vergewaltigungsopfern umgehen.

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