Es wäre ja eine Überraschung gewesen, wenn ein ÖVP-Obmann nicht vorzeitig zurückgetreten wäre. Wir alle erinnern uns noch an Martin Spindelberger und Billi Molterer, die das Schiff ebenfalls verlassen haben, bevor es völlig gesunken ist. Aber immer wieder gab es einen mutigen (oder naiven) Mann, der doch noch überzeugt war, den Untergang zu verlangsamen. Es hat nicht geklappt.
Reinhold Mitterlehner steht trotzdem nicht ganz in einer Reihe mit den in der Vergangenheit gescheiterten ÖVP-Obmännern. Schließlich ist er nicht gescheitert, sondern wurde von Armin Wolf zum Schweigen gebracht. Die Medien in diesem Land sind außer Kontrolle geraten. Kritisieren, hinterfragen, prangern an. Das muss ein Ende haben, sagen wir. Bis der neue Obmann Sebastian Kurz oder Wolfgang Sobotka heißt.
Zu Mittag kündigt Mitterlehner via Twitter und Presseaussendung eine "persönliche Erklärung" an.
Obwohl sein Rücktritt schon länger gemutmaßt wurde, wollten es nicht alle wahrhaben:
Seine Ansprache begann Mitterlehner mit Medienbashing und schob die Schuld auf den ORF und Armin Wolf, die das Fass zum Überlaufen gebracht haben sollen.
Die ÖVP ist zuverlässig wie ein Uhrwerk:
Eine drängende Frage: Wer übernimmt?
Falls ihr Mitterlehners Ansprache nicht nachschauen wollt, hier eine kurze Zusammenfassung:
Ja, er hat Hermann Hesse zitiert. Schon wieder.
Es ist genug!
Eine letzte gute Tat am Tag des Rücktritts:
Tschüssi
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