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Wie wütend Bayern-Fans auf Oli Kahns Marketing-Verarsche reagieren

Oliver Kahn kündigte einen Neustart an und posierte vor dem FC-Bayern-Logo. Dabei war aller nur Marketing für sein Start-up. Jetzt tobt auf Facebook der beleidigte Bayern-Mob.
11 Oktober 2016, 12:25pm
Screenshot Facebook

Hoffen, zittern und literweise Schweiß: Im Sommerloch der Länderspielpause schauten die Fußballfans wie in guten alten Zeiten auf Oliver Kahn. Am Donnerstag hatte der Titan in einem Video „große Neuigkeiten" sowie eine „ganz, ganz neue Aufgabe" angekündigt—während er vor einem Wappen von Ex-Klub FC Bayern München stand. Dann postete er gestern: „Morgen kehre ich zu meinen Wurzeln zurück." Sein Titelbild-Countdown auf Facebook war sogar noch mit der bayerischen Flagge unterlegt: Die Bayern-Fans und Sportjournalisten konnten fortan nicht mehr schlafen und spekulierten bis spät in die Nächte über die neue Tätigkeit des ehemaligen Welttorhüters. Selbst die Fans des Ex-Ex-Klubs KSC hofften auf Oli. Schließlich lernte der „Panther" dort das brüllen.

Nachdem sich der schnell verbreitete Bericht der Bild, dass er Bayern-Markenbotschafter für den asiatischen Markt wird, als Fantasie-Meldung entpuppte, platzte heute dann die Bombe: Alles war nur eine Verasche—neudeutsch so viel wie „cleverer Marketing-Gag mit mieser Masche". Der 47-Jährige wird die eigene Sportmarke „Goalplay" auf den Markt bringen, die speziell für den modernen „Torspieler" gedacht ist und die neben Handschuhen auch Lern-Videos verkauft. Die frustrierten Fans griffen zur digitalen Mistgabel und bescherten dem Titan einen Shitstorm. Denn der wütende Facebook-Mob aus Bayern-Fans hatte seit Tagen wirklich gehofft, dass Oli dritter Torwart, Manager oder gar Präsident beim FCB wird. Der wurde wahrscheinlich nicht mal vom FC Bayern angerufen und wollte nur etwas Aufmerksamkeit für sein Start-up. Das hat funktioniert.

Wir haben die pure Frustration, gekonnte Marketing-Analysen und den gängigen Social-Media-Dünnschiss in den Kommentarspalten unter seiner Verkündigung gesammelt—und Oli hat sogar geantwortet.

Einem User antwortete Oli dann: