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Diese audiovisuelle Live-Performance untersucht die Komplexität menschlichen Verhaltens in Beziehung zur Mathematik

Der japanische Künstler Ryoji Ikeda überschreitet mit seiner Installation Superposition die Grenzen menschlicher Rationalität und erschafft Werke außergewöhnlicher mathematischer Schönheit.
8.10.14

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Ryoji Ikeda © Kazuo Fukunaga / Kyoto Experiment, Kyoto Art Theater, Shunjuza

Der in Paris lebende japanische Künstler Ryoji Ikeda hat in Kanada bereits viel Aufsehen erregt. Mit einer intensiven Ausstellung im DHC/ART verzauberte er das Publikum genauso wie mit seiner Präsentation C'I auf der letzten Digital Arts Biennial (BIAN). Ikeda kehrt nun am 11. Oktober  abermals nach Montreal zurück, um die Nordamerika-Premiere seines Werks Superposition im Maisonneuve Theater zu feiern. Superposition, das vom Musée d'art Contemporain de Montréal (MACM) präsentiert wird verbindet eine immersive visuelle Umgebung mit minimalistischer Ästhetik und einem chirurgisch präzisen Experimental-Soundtrack. Die multisensorische Performance benutzt Daten und generative Visuals, um die Zuschauer in die dynamischen Welten von Physik, Mathematik, Quantenmechanik und ihr Beziehungen zur Komplexität menschlichen Verhaltens zu stürzen.

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Ikeda verwendet für Superposition eine Vielzahl an Muster, Videos, Punktwolken, Zeilen, Text und Sounds zurück. Diese werden von zwei Live-Performer generiert und verschmelzen und überlagern sich, bevor sie sich schlagartig auf 21 Bildschirme ausbreiten. „In einem komplexen Dialog mit den führenden Mathematikern unserer Zeit, überschreitet Ikeda die Grenzen menschlicher Rationalität und Wahrnehmung in einem ästhetischen Versuch, Werke von seltener, außergewöhnlicher Schönheit“, erklärt John Zeppetelli, künstlerischer und kuratorischer Leiter des MACM.

Indem Ikeda die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und neuen Technologien sprengt, stellt Ikeda sogar Fragen nach der Rolle des Museums im digitalen Zeitalter. „Ryoji Ikedas Superposition ist genau die Art von interdisziplinärer Arbeit, die das Musée d'art Contemporain präsentieren und unterstützen möchte“, so Zeppetelli. Man erkennt in seinem Ausspruch das Bestreben der konventionellen institutionellen Kulturzentren, sich das neue Publikum digitaler Kunstwerke zurückzuholen.

Seht hier einige Bilder aus Superposition:

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