Psychologie

Beim Tinder-Date solltest du das Gleiche wie dein Partner essen

Dir fällt es schwer, dein Date davon zu überzeugen, dass 50 Katzen völlig normal sind? Essen könnte dein Ass im Ärmel sein.
5.7.16
Foto via Flickr-brugeren Archangel12

Jeder, der schon mal versucht hat, seinem kaltherzigen Chef eine Gehaltserhöhung abzuringen oder sein Tinder-Date überzeugen wollte, dass es völlig normal ist, mehr Katzen als Verwandte zu haben, weiß, dass es unglaublich schwer ist, das Vertrauen von Menschen zu gewinnen.

Aber vielleicht haben wir uns einfach nur zu blöd angestellt. Verhaltenspsychologen der University of Chicago haben möglicherweise eine Lösung gefunden, wie wir Konfliktsituationen besser aushandeln und das Vertrauen von Fremden gewinnen können: Entscheidend ist, was wir essen.

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Die Forscher behaupten in ihrer Untersuchung, die Ende Juni online im Journal of Consumer Psychology veröffentlicht wurde, dass sich Menschen „denjenigen, die das Gleiche konsumieren wie sie, näher fühlen und ihnen mehr vertrauen".

Wie die Autorinnen Kaitlin Woolley und Ayelet Fishbach meinen, kann Essen „die Konfliktlösung bei Arbeitsverhandlungen zum Positiven beeinflussen, wenn Fremde ähnliche Dinge essen, da sie sich dann kooperativer zeigen".

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Um deine nächste Gehaltserhöhung durchzukriegen, solltest du vielleicht gemeinsam mit deinem Boss eines dieser übel riechenden Thunfischsandwiches essen, die er jeden Mittag unbedingt in eurem Großraumbüro auspacken muss.

In ihrem Experiment haben Woolley und Fishbach zwei Gruppen vollkommen fremder Menschen einmal das gleiche und einmal unterschiedliches Essen vorgesetzt. Dann mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben machen, bei denen ihr gegenseitiges Vertrauen auf die Probe gestellt wurde. Bei einer dieser Aufgaben sollten die Teilnehmer die Rolle eines Managers bzw. Gewerkschaftsvertreters einnehmen und Gehälter verhandeln.

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Natürlich ist ein „ähnliches Konsumverhalten beim Essen kein eindeutiges Indiz dafür, ob zwei Menschen sich verstehen oder ob jemand vertrauenswürdig ist", so die Forscherinnen. Allerdings hat sich Essen als „sehr vorteilhaft für neue Beziehungen herausgestellt, wenn Menschen erst wenige Informationen über ihr Gegenüber haben und sich einen ersten Eindruck machen".

Also, beim nächsten Tinder-Date vielleicht einfach mal das Gleiche bestellen, dann sind auch 50 Katzen nicht mehr so schlimm. Und wenn das nicht klappt, gibt es ja immer noch Katzenwein.