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Ein italienischer Prinz verkauft jetzt Pasta aus einem Food Truck

Den nicht mehr existierenden italienischen Thron kann sich Emanuele Filiberto di Savoia abschminken, also hat er sich entschieden, mit seinem Pasta-Laster durch L.A. zu cruisen.
13.7.16

Nein, wir reden nicht vom Prince of Bel Air, sondern von einem echten Prinzen. Also zumindest, wenn man den Enkel des letzten italienischen Königs als Prinzen bezeichnen möchte.

The Prince of Venice meets the Consulate General of Italy! #italy #italian #pasta #povfoodtruck #la #foodie

A photo posted by Prince of Venice Food Truck (@princeofvenicefoodtruck) on Jul 6, 2016 at 7:46pm PDT

1946 wurde in Italien die Monarchie abgeschafft, das Land wurde eine Republik. Damit endete auch die Herrschaft des Haus Savoyen. Der damalige König, Umberto II., der nur einen Monat lang auf dem Thron saß, musste ins Exil fliehen. Sein einziger Enkel, Emanuele Filiberto wuchs in Genf auf und durfte erst 2002 erstmals wieder nach Italien einreisen.

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Was bleibt einem als Erbe eines nicht mehr existierenden Throns zu tun, um sich nicht komplett zu langweilen, bis die Monarchie in Italien wieder eingeführt wird (was so schnell nicht passieren wird).

Klar, man fliegt nach Kalifornien und kauft sich einen Food Truck.

Emanuele Filiberto di Savoia will kein Polo mehr spielen, kein goldenes Geschmeide mehr zählen oder was auch immer Blaublüter machen, um die Zeit totzuschlagen. Stattdessen hat er an der italienischen Version von Let's Danceteilgenommen oder Werbung gemacht, zum Beispiel für sexy E-Zigaretten oder für Oliven, die einen „zum König machen". Nein, kein Scherz.

Dann aber besuchte Filiberto Kalifornien und war von den ganzen Food Trucks begeistert. „Die waren so hübsch, so farbenfroh", erzählt er. „Aber es gab nur mexikanisches oder amerikanisches Essen, niemand hat Pasta verkauft."

Da hatte er einen Geistesblitz: Amerika braucht mehr italienisches Essen—oder zumindest mehr italienische Food Trucks. Also kaufte er sich einen Pasta-Laster, lackierte ihn natürlich in Königsblau und nannte sich selbst fortan „Prince of Venice", ein Titel, der ihm von der italienischen Regierung nicht anerkannt wird.

Fettucine mit Meeresfrüchten? Kein Problem, für nur 15 Dollar kannst du dir bei Filiberto eine Portion holen. Linguine mit Trüffeln gibt es für 16 Dollar. Er meint, das sei ein Schnäppchen: „In einem Restaurant würde man für solche Gerichte mehr als 30 Dollar bezahlen."

Can you say Maccheroni Tartufo!? Sneak peek of our parma prosciutto with house made truffle butter! #pasta #povfoodtruck #la #foodie A video posted by Prince of Venice Food Truck (@princeofvenicefoodtruck) on Jul 7, 2016 at 12:22pm PDT

Immerhin wird man von einem echten Prinzen bedient…