Grillen

Grillwürste bei Öko-Test: Ein Drittel ist ungenügend

Öko-Test hat das Sommeraccessoire schlechthin mal genauer unter die Lupe genommen und Erschreckendes festgestellt.
1.7.16

Wenn Fließbandschweine in Kunstdärme fließen, dann wird es oft unappetitlich. Trotzdem liebt dieses Land ihre Würste. Öko-Test hat 20 Produkte aus dem Handel untersucht, von Discountern, Supermärkten und auch Bioläden. Vier Mal wurden die Würste mit „mangelhaft" benotet, sogar sieben Mal mit „ungenügend". Das ist ein Drittel des gesamten Testes.

Die Würste, die nicht sonderlich gute abschnitten, waren die Würste von Lidl, Rewe, Edeka, Netto und Penny. Besser waren da Bio-Würste, die von Alnatura, Basic und Dennree verkauft werden, sie schnitten mit „gut" ab (Eine Übersicht findet sich hier) Besonders interessant ist es, wenn man sich die Kriterien anschaut, nach denen die Bewertungen zustande gekommen sind. Natürlich wurden die Inhaltsstoffe getestet, wobei sich keine Keime fanden. Aber Rückstände von Mineralöl in manchen der Produkte, die vermutlich aus den Plastikverpackungen kommen. Das ist ein Zusatz, der eher unfreiwillig passiert, anderes geben die Hersteller wissentlich hinzu, vor allem Phosphate, die dafür sorgen, dass die Masse in der Wurst sich nicht trennt und homogen bleibt.

Bei der Bewertung hatte das Tierwohl ebenfalls Eingang gefunden. Öko-Test schreibt: „Wer zwar saubere Produkte herstellt, sich aber null um Tierwohl und Transparenz schert, kann nur mit ,ungenügend' abschneiden. Weil es bei Würstchen aufgrund der Massenproduktion noch schwieriger ist, die Haltungsbedingungen der Tiere transparent zu machen, haben wir im Vergleich zum Grillfleisch-Test im vergangenen Jahr noch stärker bewertet, ob Hersteller sich um Transparenz bemühen—oder ob sie versuchen, uns mit Floskeln oder Verweisen auf gesetzliche Regelungen abzuspeisen."