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Pizza

Richter entscheidet: Pizza-Verbot auf Lebenszeit

Wie der Richter meint, hat der 49-jährige Randy Riddle Pizzarestaurants belästigt und darf sich daher keine Pizza mehr bestellen. Nie mehr.

von Alex Swerdloff
17 August 2016, 9:00am

Nicht nur ein voll aufgedrehter Ghettoblaster und eine durch das Schaufenster geschmissene Mülltonne können einer Pizzeria ordentlich Schaden zufügen. Einige zweifelhafte Gestalten haben es sich zum obersten Ziel gemacht, die Pizzabäcker der Welt mit heimtückischeren Methoden unbedingt in die Knie zu zwingen.

Bereits vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass eine Frau nicht mehr bei ihrer Domino's-Filiale bestellen darf, weil sie unerfüllbare Anforderungen an ihren Jalapeño-Belag stellte: Egal was der Pizzalieferdienst auch machte, nie waren genug Jalapeños auf der Pizza der Kundin, weshalb Domino's sie einfach nicht mehr belieferte.

Jetzt entschied ein Richter, dass ein Mann aus Sebastian in Florida keine Pizzerienmehr anrufen darf. Wie der Richter meint, hat der 49-jähriger Randy Riddle Pizzarestaurants belästigt und darf sich daher keine Pizza mehr bestellen.

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Im Juni hat Randy Riddle mehrere örtliche Pizzerien angerufen. Drei Wochen lang hat er sich Pizzen bestellt und nie dafür bezahlt. Er hat die armen Lieferanten zu falschen Adressen geschickt oder bei den Restaurants angerufen, „nur um ihnen zu sagen, dass ihre Pizza ekelhaft ist."

Dabei ist er seinen Telefonterror mit größtem Eifer angegangen: Er nutzte fünf verschiedene Telefonnummern und bestellte unter verschiedenen falschen Namen. Die Pizzaläden schätzen ihre Verluste dank dieses Verwirrspiels auf insgesamt 667 Dollar [umgerechnet circa 590 Euro].

Wie Unterlagen des Gerichts zeigen, zog Riddle das volle Programm durch. Er rief sogar bei Polizei, Rathaus und dem Gesundheitsamt an, um sich über die Pizzen zu beschweren, Stadtbeamte beschrieben ihn als streitlustig. Die Polizei entwarf sogar einen Flyer, um vor ihm und seinen Schandtaten zu warnen: Wenn auch andere Restaurants von ihm schikaniert wurden, sollten sie sich an die Beamten wenden. Riddle wurde am 1. August verhaftet und ist jetzt auf Kaution frei, jeglicher Kontakt mit Pizzerien ist ihm untersagt.

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Ein Richter hat sich für diese ungewöhnliche Kautionsbedingung entschieden und meint: „Der Angeklagte darf keine Pizza-Lokale anrufen und/oder durch Telefonanrufe belästigen, ansonsten fällt seine Kaution an den Staat."

Wie wir alle nur zu gut wissen, ist ein Großteil der Amerikaner derzeit ziemlich wütend—anscheinend lassen einige davon ihren Zorn an den Leuten aus, die uns eigentlich nur glorreiche Pizza verkaufen wollen. Zum Glück ziehen einige Läden die Notbremse oder sie werden vom langen Arm des Gesetzes beschützt. Wenn jetzt noch jemand die New Yorker Teenies stoppen könnte, die den Lieferjungs ihre Autos klauen