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Forscher wollen herausgefunden haben, warum dich gerade der Bass so glücklich macht

"Glück ist, wenn der Bass einsetzt." Dank einer Studie haben alle Fans dieses Spruchs nun ein wissenschaftliches Argument auf ihrer Seite.

von Philipp Kutter
01 März 2017, 9:19am

Header: Hat sie grad einen satten Bass gehört? Foto: Flickr | kris krüg | CC BY SA 2.0 

"Glück ist, wenn der Bass einsetzt", lautet ein markiger Spruch, der als Kühlschrankmagnet und Jutebeutel seit Jahren sein Unwesen in WG-Küchen und öffentlichen Verkehrsmitteln treibt. Dank einer Studie können seine Fans sich nun auf die Wissenschaft berufen, denn amerikanische Forscher wollen herausgefunden haben, warum es besonders die tiefen Töne sind, die uns in Bewegung versetzen.

Die Untersuchung wurde im akademischen Journal "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNS) vorgestellt. Den Probanden wurden verschiedene Musikstücke vorgespielt, bei denen sie durch das Tippen ihrer Finger das rhythmische Muster des Audiobeispieles erkennen sollten. Dabei waren die Probanden an ein EEG angeschlossen, das die Gehirnaktivitäten misst. So fanden die Forscher heraus, dass der Teil deines Denkapparates, der Musik interpretiert, die rhythmische Logik schneller erkennt, wenn sie von tiefen Tönen erzeugt wird.

Damit könne, so die Autoren des Artikels, erklärt werden, warum in jeder Art von Musik, egal woher sie kulturell also kommt, bassbezogene Instrumente für Rhythmen verwendet werden. Der Bass als Instrument mit den tiefsten Tönen, ist daher auch der primäre Auslöser für Tanzbewegungen.

Komplementär zum Rhythmus wird die Hauptmelodie in Musikstücken in der Regel durch hohe Töne erzeugt. Neurologisch gesehen könne der auditive Kortex solche harmonischen Muster schneller erkennen, wenn sie hohe Frequenzen aufweisen. Es verhält sich also hier genau umgekehrt.

Wie bei vielen Studien war die Teilnehmerzahl mit nur 17 teilnehmenden Personen sehr gering, sodass es weiteren Untersuchungen bedarf, um die Ergebnisse zu bestätigen.

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Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP erschienen.

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