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Ein Mann starb, nachdem er Geschirrspülmittel für Wein gehalten hatte

Ein 50-jähriger Mann im spanischen Ort Benicarló bestellte letzte Woche ein Glas Weißwein. Stattdessen wurde ihm Geschirrspülmittel serviert, das ihn schließlich umbrachte.

von Munchies Staff
17 Juni 2015, 1:30pm

Photo via Flickr user ryan-albrey

Im ruhigen Küstenort Benicarló zwischen Valencia und Barcelona werden Weintrinker ihre Gläser in Zukunft mit einer Portion Misstrauen beäugeln. Dort bestellte letzte Woche ein 50-jähriger Mann—der wahrscheinlich nicht vorhatte, den Löffel schon abzugeben—ein Glas Weißwein. Stattdessen bekam er Geschirrspülmittel serviert, das schließlich zu seinem Tod führte.

Der Mann wurde laut IBTimes umgehend ins Krankenhaus eingeliefert, wo er Verbrennungen an der Luftröhre, im Rachen und im Magen festgestellt wurden. Schließlich erlag er seinen Verletzungen.

ARTIKEL: Ist es Totschlag, jemandem 56 Shots zu servieren?

Quellen der Guardia Civil sagten den spanischen Medien, dass sie glauben, dass dem Mann unabsichtlich eine Flasche serviert wurde, die mit Spülmittel verunreinigt war und im Kühllager aufbewahrt wurde. Der Besitzer der Bar wurde festgenommen und befragt, schließlich aber wieder freigelassen. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort.

Man muss sich vorstellen, dass der Mann den Großteil des Flascheninhalts getrunken hatte, bevor er bemerkte, was sich darin befand. Hätte er sich Weinkennern etwas abgeschaut und ein bisschen gespült, geschmatzt und geschlürft, hätte er vielleicht bemerkt, dass sein Wein mit einer tödlichen Chemikalie verunreinigt war.

Natürlich setzen die Kunden sehr viel Vertrauen in ihren Kellner oder ihren Koch, dass das Essen oder Trinken, das sie ihnen servieren, sie nicht umbringen wird. Wir müssen nur an den Barbesitzer in Frankreich denken, der letzten Monat mit Totschlag belastet wurde, nachdem einer seiner Gäste nach 56 Shots Alkohol starb.

2012, wahrscheinlich zu einem Tiefpunkt der modernen Mixologie-Bewegung, wurde einer Frau einen Cocktail in einem Glas serviert, das mit Flüssigstickstoff gekühlt wurde. Das Problem: Der Drink enthielt immer noch Flüssigstickstoff und der Kundin musste daraufhin der Magen entfernt werden.

Schreckliche Vorfälle wie dieser—so selten sie auch sind—sollten uns alle ein bisschen vor Augen halten, wie oft wir unsere Ernährung eigentlich in die Hände anderer Menschen geben. Nippe also langsam an deinem Getränk, einerseits um es zu genießen, andererseits damit du merkst, wenn eine potentiell tödliche chemische Substanz in deinem Drink ist, bevor du das ganze Glas leer getrunken hast.

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