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Ein Mallorca-Urlaub für lau

Und es war wunderbar.
19.7.11

Letzte Woche hat mir eine PR-Agentur angeboten, mich nach Magaluf zu fliegen, um über Tiesto und einen Typen von den Black Eyed Peas zu schreiben, die dort in einem Club namens BCM auftreten. Ich habe keine Ahnung, warum die mich gefragt haben oder ihren Club in VICE haben wollen, aber ich kann es mir diesen Sommer nicht leisten, woandershin in Urlaub zu fahren. Also auf geht's!

Ich bin angekommen, als es noch hell war, deshalb habe ich mich entschlossen, ein bisschen durch die Stadt zu spazieren.

Es war schön, an einem Urlaubsort zu sein, an dem es mehr als nur geschmackvolle Souvenirläden gibt. Normalerweise fährt man an so einen Ort und es ist unmöglich, etwas zu finden, das nicht penisförmig ist. Deshalb war es eine Erleichterung, als ich dieses dezente kleine Schmuckstück gefunden habe, das ich meinen Großeltern mitbringen kann.

Oh Gott. Der Gedanke, dass es auf der Welt vielleicht eine Person gibt, die dieses Shirt unironisch trägt, bringt mich dazu, zu heulen. Danach rief ich sofort meine Eltern an und sagte ihnen, wie lieb ich sie doch habe.

Das ist fast so deprimierend wie der Gedanke, dass dieses Tattoo noch irgendwo existiert.

Ich habe so lange gebraucht, diesen Ort zu finden, ich dachte schon fast, dass es ihn gar nicht gibt.

Aufgrund der Sprachbarrieren gibt es in fremden Ländern oft Schilder oder Produkte, auf denen lustige Sachen drauf stehen. Sowas zum Beispiel.

Ich war ein paar Stunden am Strand und hab einige Leute-beobachten-Spiele erfunden, um mich zu beschäftigen. Wie „Schwarz oder Sonnenbank" (Bild oben), „Schottischer Akzent oder polnische Sprache", „besorgte Fremde oder Gruppenvergewaltiger", „schwul oder Eurotrash", etc.

Und dann hieß es: Auf zum Club!

Die erste Sache, die ich sah, als ich drinnen waren, war der Wet-T-Shirt-Contest. Es ist schön zu sehen, wie die heutige Jugend die Shirts einfach ganz weglässt. Es ist Effizienz wie diese, die mich mit Spannung erwarten lässt, was diese Leute in ein paar Jahren wohl noch erreichen werden.

Auch wenn ich insgeheim erwartet habe, dass ich diesen Ort hassen würde, war es wahrscheinlich die amüsanteste Sache, bei der ich jemals war. Seht euch einfach das Bild an und stellt euch meine pure Ekstase vor!

Diesem Typen hat's auch recht gut gefallen.

Diesem Mädchen nicht so. Ihre Erbrochenes vermischte sich mit dem Schaum und bildet einen pelzigen Kotz-Cocktail, in dem die Leute dann herumwateten.

Nachdem dieses Foto gemacht wurde, bin ich rausgegangen und habe eine Frau mittleren Alters gefunden, die auf einer Bank saß und schluchtzte. Als ich sie gefragt habe, was los sei, hat sie mir erzählt, dass sie eine 42jährige Oma aus Leeds ist, die gerade hier Urlaub macht. Sie war auf der Schaumparty, aber wusste nicht, dass es eine Schaumparty ist. Und als es anfing, Schaum zu regnen, war die Menge so dicht gedrängt, dass sie sich nicht bewegen konnte. „Ich dachte, ich würde ertrinken! Ich hatte solche Angst!", sagte sie mir. „Ich habe nicht mal meine Tasche aus der Garderobe geholt. Ich musste einfach da raus. Ich dachte, ich würde sterben."

Der Black Eyed Pea, der performte, stellte sich als DJ Motiv8 heraus. Ein Typ, der die Band verlassen hat, bevor sie groß rauskam. (Ich frage mich, ob die aktuelle BEP Besetzung weiß, dass er unter dem Namen „Black Eyed Peas" auftritt?) Ich habe ihn interviewt, um rauszufinden, wie sehr er sich freut, dass er nichts mit dem Song „My Humps" am Hut hat, aber es war zu laut und er hat mich nicht verstanden, also hat er stattdessen angefangen, über Aliens zu reden. („Wenn ich in einer Untertasse rumfliegen könnte, dann würde ich meine Frau und Kinder mitnehmen, weil ich immer auf Tour bin und sie nie zu sehen kriege.")

Ich habe keine guten Fotos von Tiesto. Zu versuchen, nahe genug an Tiesto in einem Mega-Club in Magaluf ranzukommen, ist ungefähr so schwierig, wie als hätte man versucht, Will und Kate am Tag ihrer Hochzeit eins auf die Fresse zu geben.

Falls ihr es noch nicht gemerkt habt, irgendwann wurde die Sache ziemlich dreckig.

Außerdem habe ich gehört, dass es in Magaluf überall Ecstasy gibt, aber ich hab dafür keine Beweise gefunden.

Ich wurde müde, also machte ich mich auf den Weg zurück ins Hotel.

Ich entschloss mich, am Strand entlang Heim zu laufen, damit ich meine Zehen ins Meer tauchen kann.

Da der Club unter der strengen Obhut der Sicherheitsleute stand, hat sich der Strand unglücklicherweise in eine wirklich geile Version von Herr der Fliegen verwandelt. Ich hab ein paar Fotos gemacht, aber dann bin ich abgehauen, weil mir klar wurde, dass ich mindestens zehn Jahre älter als die meisten Leute da war und das etwas gruselig ist.

Also, äh, danke BCM für die Gratis-Reise! Ich hatte einen Mordsspaß! Und liebe Leser, falls ihr jemals auf den Balearen seid, solltet ihr nicht zögern und da mal vorbeischauen. Es war wahrlich ein magisches Erlebnis.

Und wenn andere PR-Agenturen das lesen und mich auch mal für einen Tag in ein anderes Land fliegen wollen: Ich würde das TOTAL gern machen und ich kann eine Berichterstattung garantieren, die so gut ist wie diese hier.