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Vice Blog

Noch mehr kaputte Füße

29.9.10

Ich will bei euch keinesfalls einen Würgereflex stimulieren, aber da wir in den vergangenen Tagen schon viel über ekelerregende Zehen lesen durften, möchte ich euch heute meinen Freund Patrick vorstellen, der in letzter Zeit ebenfalls ein paar podiatrische Probleme hatte.

Patrick ist ein ziemlich riesiger Gitarrist, der mit seinem Fuß Probleme bekommen hat, da er einfach zu schwer ist und dazu noch der netteste Typ, der in der Lower East Side herumläuft. Vor ein paar Monaten stellte er also fest, dass er sich eine Blase gelaufen hatte. Er piekste also daran herum, schnitt sie auf und sie entzündete sich. Da es irgendwann ziemlich scheiße aussah, ging er also zu einem Arzt in seiner Nachbarschaft um sich ein Antibiotikum zu holen. Das Antibiotikum wirkte jedoch nicht, so dass er bald darauf ins Krankenhaus musste, wo sie feststellten, dass es keine Blase war, sondern ein Arterien-Geschwür. Sie gaben ihm eine Creme und noch mehr Antibiotikum. Aber nachdem er den Mist, den sie ihm gegeben hatten benutzt hatte, begann sein Fuß grotesk anzuschwellen. (Aber im Ernst, ein Geschwür der Arterie hört sich auch wirklich nach einer Krankheit an, die man mit einer Creme behandelt.)

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Ein paar Tage darauf ging Patrick abermals zum Arzt und die Blase/Wunde/das Loch war verheilt und die Ärzte waren begeistert, dass die Entzündung verschwunden war. Sie röntgen den Fuß nochmals, obwohl äußerlich alles gut aussah.

Etwas später (an seinem Geburtstag, diese Bastarde), rief ihn das Krankenhaus mit den Ergebnissen der Röntgen-Bilder an und erzählten ihm, dass der Fuß noch immer entzündet sei, sie das von außen jedoch nicht erkennen konnten. Die Entzündung war tief in seinem großen Zeh und hatte bereits den Knochen angegriffen, also teilten sie Patrick mit, dass sie ihm den Zeh abnehmen müssten. Diese Entzündung war also recht clever, erst machte sie die Ärzte glauben, dass sie nicht mehr da wäre und dann fraß sie den Knochen in seinem großen Zeh, während niemand zusah.

Bevor Patrick aber die weiße Flagge hisste und kapitulierte, holte er sich eine zweite Meinung eines Arztes ein. Aber die zweite Meinung deckte sich mit der ersten Diagnose. Sollten sie ihm nicht seinen Zeh amputieren, würde sich die Entzündung im Rest seines Körpers ausbreiten. Also schnitten sie das arme Würstchen ab.

So sah Patricks Gesicht aus, als er zum ersten Mal seinen Fuß ohne Zehen sah.

Nun muss Patrick auf der Couch rumhängen und darf in den kommenden sechs Wochen nicht umherlaufen. Das bedeutet, dass er kein Geld verdienen kann, um für die angesammelten Krankenhausrechnungen aufzukommen.