Die VICE Reports: Episode 18

Im Land der tödlichen Autounfälle wollen saudische Prinzen aus illegalem Driften einen Profisport machen, eine Ärztin versucht, Genitalverstümmelungen rückgängig zu machen, und in Afghanistan kämpfen Kinder für das, womit wir sie alleine gelassen haben.

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Dez. 24 2015, 5:00am

Driften ist im autovernarrten Saudi-Arabien ein beliebter Zeitvertreib. Weil Autounfälle im Königreich allerdings eine der häufigsten Todesursachen sind, hat die saudische Regierung extrem harte Strafen gegen das Driften auf öffentlichen Straßen verhängt. Der Faszination unter Hobby-Driftern tut das keinen Abbruch, weil Driften für viele gefühlt ein Motorsport wie jeder andere ist. Ein Grund, weshalb sich die Szene legal und auf geschlossener Strecke zusehends professionalisiert.

VICE-Host Jermain Raffington ist nach Saudi-Arabien gereist, um sich anzusehen, warum junge Menschen zum Spaß Gefängnis und Leben riskieren, spricht mit den neuen Profis über Reiz und Risiken, lernt in der Drift-Academy das Einmaleins des Wagenschleuderns und bekommt bei einer der größten Drifting-Veranstaltungen des Landes ein Gefühl dafür, wie hier eine neue Motorsportart entsteht.

Die dritte Staffel unserer Emmy-prämierten Dokuserie VICE on HBO, neue VICE-Reportagen vom und über den deutschen Tellerrand und VICE News-Dokumentationen aus den gesellschaftlichen Kampfgebieten dieser Welt: die neuen Folgen der VICE Reports immer montags um 23:15/23:20 Uhr auf RTL II.

Im zweiten Teil: Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass täglich 6.000 junge Mädchen genital verstümmelt werden. In ihrer drastischsten Form geht der mit Beschneidung euphemistisch umbeschriebene Gewaltakt an den 4- bis 12-Jährigen so weit, dass die Schamlippen bis auf eine Öffnung für Menstruationsblut und Urin zusammengenäht werden. VICE-Host Claire Ward eine der weltweit wenigen Ärztinnen, die zumindest den körperlichen Schaden rückgängig machen, lässt sich zeigen, wie mit einer Rekonstruktion die sexuelle Funktion der Klitoris wiederhergestellt werden kann, und begleitet eine potentielle Patientin, die im Alter von 6 Jahren in Somalia verstümmelt wurde und heute als Krankenschwester arbeitet.

Und in Teil 3: Seit 90 Prozent der US-geführten Besatzungstruppen Afghanistan verlassen haben, steigt die Gewalt im Land wieder an, und weite Teile des Landes werden noch oder wieder von den Taliban kontrolliert. Die Zahl der toten und verletzten afghanischen Sicherheitskräfte steigt, die Zahl ziviler Opfer befinden sich auf Rekordhoch und die Opiumproduktion auf dem Höchststand. VICE-Host Ben Anderson ist nach Helmand, in die wohl gefährlichste Provinz Afghanistans gereist, um sich ein Bild von der Sicherheitslage zu machen, die sich mit dem schwindenden Engagement der ausländischen Truppen über alle Maße verschlechtert.

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