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Betriebskosten, was ist das?

Eine neue Studie besagt, dass immer mehr junge Österreicher und -innen im Hotel Mama wohnen bleiben. Wir finden das gut, denn so bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
14.8.13

Foto via Flickr

Eine neue Lifestyle-Studie der GfK Austria besagt, dass 42 % der  20- bis 29-jährigen Österreicher und 41 % der gleichaltrigen Österreicherinnen (yay, Girlpower!) noch bei den Eltern wohnen. Das ist in beiden Fällen fast die Hälfte. So viele Neckbeards, die ein Kellerzimmer in Mamas Häuschen am Stadtrand beziehen und den lieben langen Tag Minecraft Villen bauen, gibt es also gar nicht.

Das heißt, ein Haufen gewöhnlicher Normalos mit Job und ohne Kinnbart und Fedora haben sich dazu entschlossen, einfach mal nicht auszuziehen. Eine Generation von lausigen Schmarotzern. Und das ist auch gut so—also nicht für die Eltern, aber für die Schmarotzer.

Ich bin nämlich auch eine von diesen Daheimgebliebenen und ich erzähle euch jetzt mal, warum mein Lebensstil der einzig wahre ist. Oder so ähnlich. Während ihr Miete zahlt und euch um kaputte Sachen kümmern müsst, lasse ich den ganzen Tag das Licht an und muss nie zur Tür, wenn's denn mal läutet.

Foto via Flickr

Ich habe zwar keine Ahnung, wie man Rechnungen bezahlt und wo der Stromzähler ist, aber so wie's zur Zeit ausschaut—mit der Wirtschaft und meiner Faulheit—werde ich das wohl nie herausfinden müssen, denn Ausziehen steht auf meiner Prioritätenliste noch unter an die frische Luft gehen und was für die Uni machen.

Ja, ich muss mir immer mal wieder anhören, dass ich was mit meinem Leben anfangen soll, aber das ist auf jeden Fall besser, als den Müll runter bringen müssen, Essen im Kühlschrank ettiketieren und jemandem Geld geben, um wo wohnen zu dürfen (das Konzept von Miete ist mir so fremd, wie das von Selbstständigkeit).

Meine Mitbewohner (Mama und Papa) sind zwar super lahm und tragen ihre Hosen viel zu weit oben, aber dafür stecken sie mir Geld zu, wenn ich lange genug traurig schaue. Es gibt natürlich auch Nachteile—ich habe zum Beisspiel null Life-Skills und ich kann meine Waffen, Drogen und Bitches nicht überall herumliegen lassen—, aber in meine traurige Einzimmer-Prekariatswohnung ziehe ich sowieso noch früh genug, also zirka mit 50 und das wird dann auf einem ganz anderen Level traurig. Definitiv noch trauriger, als mit 30 bei Hotel Mama/Papa wohnen.

Wenn ihr durchs Zuhausewohnen auch genug Geld fürs Wochenende gespart habt, könnt ihr es diesmal hier ausgeben:

MITTWOCH

Heute könnt ihr Daniel, oder auch DNL, wie ihn seine Eltern nennen, beim Auflegen im It's All About The Meat Baby treffen und ihn fragen, wie lange er bei seinen Eltern gewohnt hat. Anschließend entweder Kino mit Tom Cruise oder Pratersauna mit Yacht Cruise.

DONNERSTAG

Falls ihr euch für Kino entschieden habt, könnt ihr relativ frisch um 10 in die Forelle schauen, oder im anderen Falle gleich direkt im Anschluss an die Pratersauna.

FREITAG

Schoolboy Q wohnt schon lange nicht mehr bei seiner Mama, aber es besteht die Gefahr, dass er zumindest für eine Nacht bei eurer einzieht, wenn ihr euch nicht sofort auf den Weg ins DOTS macht. Wir verlosen 2x1 Karten dafür, wenn ihr uns ein Mail an win@vice.at schreibt und den Namen eurer Mütter verratet

SAMSTAG

Icke Micke ist leiwand, weil man dort viele Menschen trifft, die schon Anfang der 90er zu Hause ausgezogen sind.