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Sex

A Lesbo’s Guide to Eating Vagina

Wir dachten, dass es höchste Zeit für einen neuen Guide ist und zwar einen, der aus der Sicht von jemandem geschrieben ist, der nicht nur eine Vagina hat, sondern auch auf Vaginas steht.
23.5.12

Der VICE Guide to Eating Pussy ist bei unseren Lesern sehr beliebt. Auf der ganzen Welt gehört dieser Artikel zu den beliebtesten VICE-Geschichten. Das liegt daran, dass die meisten—es sei denn, sie sind noch sehr jung, biedere Hetero-Mädchen oder sonst jemand Langweiliges—ihren Mund schon einmal an einer Vagina hatten und im Laufe der Zeit immer besser darin werden wollen.
Willst du kein/e Gewinner/-in sein? Willst du aus dem ständigen Kampf Mund vs Pussy nicht als Sieger/-in hervorgehen? FUCK, NATÜRLICH WILLST DU DAS! Ich dachte mir, dass es höchste Zeit für einen neuen Guide ist und zwar einen, der aus der Sicht von jemandem geschrieben ist, der nicht nur eine Vagina hat, sondern auch auf Vaginas steht. Als ich das mit den Leuten, die ihren Mund noch an keiner Muschi dran hatten, geschrieben habe, musste ich kurz stocken und über diese Sorte Mensch nachdenken, die sagt: „Nein danke. Für mich keine Vagina.“ Und ich habe sehr lange darüber nachgedacht, so als ob ich eine besonders schwierige mathematische Gleichung lösen wollte. Ich lecke schließlich nun seit EINUNDZWANZIG Jahren Muschis und kann mir nicht vorstellen, wie man ohne sie leben kann. Es ist eins meiner Hauptnahrungsmittel. Ich bin eine gigantische Lesbe und deshalb muss ich dir gleich sagen: Wenn sie keine Flaschen/Faker sind, wissen Lesben verdammt viel über Mumus. Aber so wie quasi überall im Leben bedeutet Enthusiasmus nicht immer Können. Du kannst eine Sache lieben (Pussy) und trotzdem schlecht darin sein (Pussy lecken). In der Welt des lesbischen Sex gibt es zwei Dinge, die auf der Schwierigkeitsskala ganz oben stehe: 1) Strap-ons, 2) Oralsex. Dieser Beitrag befasst sich vor allem mit Letzterem und wird hoffentlich Lesben, zukünftigen Lesben, Hetero-Männern und Wem-Auch-Immer behilflich sein.

1) Du bist der Boss Als ich das erste Mal eine nackte Vagina gesehen habe (eine andere als meine),  dachte ich, dass ich durchdrehe. Eine Muschi bietet, wenn man so unvorbereitet ist, nicht immer einen hübschen Anblick und dort drin geht ziemlich viel vor sich. Ich merkte, wie ich zunehmend immer mehr persönliche und geistige Opfer brachte (z.B. Nackenschmerzen, fast einschlafen, Selbstmordgedanken und ein Zustand der Verzweiflung, weil jemand bis zum Höhepunkt ewig braucht), um sie dazu zu bringen, mich zu mögen und ihr Meister zu werden. Mit etwas Zeit und Übung fand ich dann raus, dass man in einer oralen Situation nicht denken darf: „SIE MUSS KOMMEN ODER ICH BIN EIN VERLIERER“ Sonst wird sie nämlich wahrscheinlich nicht kommen und du wirst da unten nur einen Haufen unangenehmer Fratzen schneiden. Sich Druck zu machen, ist das Schlimmste, was man tun kann, und es verscheucht alle Orgasmen. Stell dir einfach einen Schäfer vor, der versucht, seine Schafe zusammenzutreiben, indem er einfach nur auf dem Feld steht, heult und sich bitterlich wünscht, sie würden doch zu ihm kommen. Wenn du zu verkrampft bist, wirst du das Pussy-Schaf nur vertreiben, obwohl du es doch eigentlich zu dir locken möchtest. Wichtig ist, dass du dir etwas denkst wie: „Ich werde mich jetzt mit dieser Vagina beschäftigen, weil ich es will, und weil ich die neue Mad Men-Folge schon gesehen habe, und ob die kommt oder nicht, ist mir scheißegal.“ Das klappt bestimmt. Versprochen.

2) Mach keinen schrägen Scheiß. Mach keine „Tricks“. Das Schlimmste ist, wenn jemand auf diese Tour kommt: „Das, was jetzt kommt, wird dich vollkommen aus den Socken hauen!“, und sich der- oder diejenige dann zwischen deinen Beinen vergräbt und durch deine Schamhaare wütet. Meine Lieblingssexgeschichten fangen so an: „Diese Person hat so etwas Witziges mit meiner Pussy gemacht.“ Mach keine witzigen Sachen mit einer Pussy. Zieh nicht irgendwelche „Moves“ aus dem Ärmel. Sei aufrichtig und ruhig. Ich würde sagen, dass du, bevor du am Wimmern und Stöhnen erkennen kannst, was ihnen am Besten gefällt (was du hoffentlich tun wirst, es sei denn, das Mädchen gibt keinen Ton von sich, was echt scheiße ist), erst einmal deine Zunge ganz weich und breit machst, sie auf der Muschi flach ausbreitest und dann mit langsamen und regelmäßigen Schleckbewegungen fortfährst, so als würdest du das allerbeste Eis deines Lebens genussvoll schlecken. Mach es sehr langsam, laaaaaaaanngsaaam, während du mit deinen Armen ihre Schenkel umhüllst. Warte darauf, dass sie anfängt, sich zu winden, und dann töte die verdammte Klitoris als wäre sie eine Spinne im Badezimmer. Wenn du irgendeinen dummen Unfug da unten anstellst und so was wie „Komm her, ich will dich küssen“ hörst, bedeutet es, dass du es versaut hast. Versuch nicht, darauf zu beharren, und versuch ja nicht, danach wieder abzutauchen, um doch noch zu „gewinnen“. Dieses Pussy-Spiel hast du verloren, aber denk darüber nach, was du falsch gemacht hast, nachdem die Kleine aus der Tür ist, und versuche es beim nächsten Mal noch mal. Es ist nichts verkehrt daran, Übung zu brauchen, und auch nicht daran, sie zu fragen, was ihr gefällt.

3) Schichten Vaginas sind total launisch. Die beste Erklärung, die mir gerade einfällt, ist, sich einfach vorzustellen, man wäre sehr, sehr high und kann sich nicht entscheiden, welche Süßigkeit man zuerst essen will. Am liebsten möchte man alle gleichzeitig in sich rein schaufeln. Aber du hast dich schließlich für Chips entschieden und alles, wirklich alles, woran du gerade denken kannst, sind Chips. Du willst SO SEHR Chips, dass du sogar anfängst, ein bisschen zu weinen. Schlussendlich machst du dich auf den Weg zum Laden und holst dir also deine Chips. Aber sobald du zu Hause ankommst und deinen gesamten Unterarm in die Tüte schiebst, merkst du, dass du unbedingt ein Stück gottverdammte Schokolade brauchst. Genauso sind Vaginas. Es gibt da ein Ziehen, ein Bedürfnis und ein „Loch, das gefüllt gehört“, aber in dieses Loch musst du allen möglichen Scheiß reinstecken, damit es bekommt, was es braucht. Hast du je den Film Tremors – Im Land der Raketenwürmer mit Kevin Bacon gesehen? Denk dir das Wurmmonster mit all den krassen Zähnen als Vagina, gegen das du antrittst und du wirfst einfach Schaufeln, Steine und Staub, oder was auch immer nötig ist, um das Loch wieder zu schließen, rein. Das ist so weit eigentlich ein ganz einfaches Rezept, aber mach es nicht ZU rezeptartig. Grundsätzlich ist das Geheimnis eines schönen, perfekt geschichteten Oralsexkuchens, dass du zu Beginn mit langsamem und regelmäßigem Schlecken, so wie oben geschildert, loslegst, dann eine Klitoris-Attacke startest (ziel mit deiner Zungenspitze auf die Klitoris und drück sie vor und zurück, als würdest du versuchen, darauf einen M&M zu balancieren) und das Ganze damit beendest, die Dinge langsam wieder runter zu fahren. Wenn du gerade dabei bist, von der Klitoris-Attacke zum Runterfahren zu wechseln, wird das Mädchen, das du schleckst, wohl so ein Geräusch in der Art von „Nein, hör nicht auf“ machen. Dann nimmst du drei Finger, schiebst sie ihr bis zur Hälfte in die Muschi, beugst sie in deine Richtung, sicherst sie an der knochigen Kante, ohne damit aufzuhören zu schlecken. Ich bin mir sicher, dass es irgendeine wissenschaftliche Bezeichnung für diese knochige Kante gibt, aber die kenne ich nicht. Wenn du auch deine andere Hand beschäftigen möchtest, dann nimm deine Handfläche und übe mit ihr etwas Druck überhalb der Schamhaare aus, während du die ganzen anderen Sachen weiter machst. Ich weiß nicht genau, warum und wieso, aber die Mädels scheinen darauf zu stehen. Ich hoffe das hilft. Oh, und wenn du dich doch nur noch an EINE Sache erinnern kannst, dann erinnere dich doch daran, dass dieses merkwürdige Saugen wehtut und in eine Muschi zu pusten, sowieso eine ganz schlechte Idee ist.