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Kofferdiebe haben womöglich weitere Bombenexplosionen in New York und New Jersey verhindert

Mehrere Langfinger haben Berichten zufolge unabhängig voneinander wohl noch weitere Tragödien vereitelt—und das unbeabsichtigt.
20 September 2016, 10:40am

Ein Bombenentschärfungsroboter der NYPD nähert sich der nicht explodierten Schnellkochtopf-Bombe in der West 27th Street | Foto: Lucien Harriot/Getty Images

Wie DNAinfo berichtet, sind zwei Amateurdiebe auf eine der verschiedenen Bomben gestoßen, die vergangenes Wochenende in New York und New Jersey platziert wurden. Möglicherweise haben besagte Diebe damit auch weitere Detonationen verhindert.

Laut den Quellen des Nachrichtenportals stießen die beiden schick gekleideten Langfinger am Samstag—als eine Bombe im Manhattaner Stadtteil Chelsea hochging und 29 Menschen verletzte—gleich um die Ecke in der West 27th Street auf einen Koffer. Dann hat sich wohl Folgendes zugetragen: Nachdem sie den Koffer geöffnet hatten, fanden die Diebe darin einen mit einem Handy verbundenen Schnellkochtopf. Die beiden nahmen den Sprengsatz heraus und packten ihn in einen Müllbeutel. Anschließend machten sie sich mit dem Koffer davon und ließen die Bombe einfach liegen.

Die Behörden gehen nun davon aus, dass die Diebe so unbeabsichtigt die Verkabelung durcheinanderbrachten und den Sprengsatz damit unbeabsichtigt entschärften. Sie versuchen nun, die beiden Männer ausfindig zu machen und zu dem ganzen Vorfall zu befragen.

"Wer in aller Welt findet denn einen Schnellkochtopf mit einem daran befestigten Handy und nimmt dann nur den Koffer mit?", meinte eine der Quellen aus den Reihen der Polizei gegenüber DNAinfo. Kurze Zeit später konnten Polizisten die entschärfte Bombe dann sicherstellen und entfernen.

Am Sonntag stießen zwei obdachlose Männer in Elizabeth, New Jersey, dann auf einen besitzerlosen Rucksack. Beim Öffnen stellten sie Berichten zufolge fest, dass die Tasche fünf Rohrbomben enthielt. Also stellten die beiden den Rucksack umgehend auf der Straße ab und riefen die Polizei. Ein Spezialroboter ließ eine dieser Bomben bei der Untersuchung schließlich kontrolliert hochgehen—ohne die öffentliche Sicherheit dabei in irgendeiner Weise zu gefährden.

Gut zehn Stunden später konnten die Behörden dann den Verdächtigen Ahmad Khan Rahami in Linden, New Jersey, stellen und nach einer kurzen Verfolgungsjagd inklusive Schusswechsel auch verhaften.