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Der Krieg an der türkischen Grenze: Gefangen im Kriegsgebiet

Wir haben uns nach Diyarbakir begeben, um uns mit dem jugendlichen Flügel der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu treffen und über ihre Beteiligung an den Zusammenstößen zu sprechen.

Im September hat die Terrormiliz IS eine Offensive gegen Kobane gestartet—eine überwiegend kurdische Stadt in Syrien, nahe der türkischen Grenze. In den darauffolgenden Wochen hat die Türkei ihre Grenzen geschlossen, wodurch tausende Zivilisten in der Kriegszone gefangen waren. Danach brachen gewalttätige Proteste in der ganzen Türkei aus, wobei die türkischen Authoritäten beschuldigt wurden, die IS zu unterstützen.

Mehr als 30 Menschen sind in den Zusammenstößen zwischen Kurden, türkischen Behörden und Islamisten bereits ums Leben gekommen. In der Stadt Diyarbakir wurden außerdem Banken und öffentliche Gebäude in Brand gesteckt und zerstört. Wir haben uns nach Diyarbakir begeben, um uns mit dem jugendlichen Flügel der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu treffen und über ihre Beteiligung an den Zusammenstößen zu sprechen. Danach haben wir uns mit der Familie eines jungen Mannes getroffen, der angeblich von Islamisten getötet wurde und sprechen außerdem mit einem islamistischen Anführer.

VICE News liefert regelmäßige Berichterstattung aus den Krisenregionen der Welt und ist besonders bemüht, ein umfangreiches Bild aus der Sicht aller Parteien zu liefern. So haben wir zum Beispiel in der Ukraine mit pro-russischen Separatisten und regierungstreuen Militärs gesprochen oder waren in Israel als die dritte Intifada auszubrechen drohte und sahen beide Seiten der Bodenoffensive. Mit unserer Dokumentation Der Islamische Staat ist es uns außerdem gelungen, bisher nie dagewesene Einblicke in die Terrororganisation IS zu bekommen. In unserer neuen Dokumentationsreihe begeben wir uns auf die andere Seite des Konflikts und berichten vom kurdischen Kampf gegen die immer weiter vorrückendeTerrormiliz.