Projection Mapping erweckt abstrakte Teppichskulpturen zu psychedelischem Leben

Fotos: China Art Objects

Die beiden Künstler Richard Bott und Jim Fetterley haben sich unter dem Namen Animal Charm zusammengetan, damit wir uns nostalgisch an die Zeiten erinnern, in denen wir uns Tage lang in den gemütlichen Kellern unserer Freunde versteckten. Diese fantastischen Höhlen mit Tischtennis-Platte, kitschigen Möbeln und Erinnerungsstücken aus den 70er Jahren. In ihrer aktuellen Ausstellung Hot Shot Tuscan II in der China Art Objects Gallery in Los Angeles haben die Künstler mit Teppich bedeckte Skulpturen kreiert, auf die sie Bilder projizieren, die die LA Times als „die geschmacklosen Behaglichkeiten eines Gemeinschaftraums“ bezeichnet. Denkt an Lavalampen, billige Farben und längst vergessene Kultgegenstände.

Die Ausstellung zeigt insgesamt vier per Video-Mapping in Szene gesetzte Skulpturen, deren pulsierende farbige Oberflächen bei abgedunkeltem Licht vom kompletten Raum Besitz ergreifen. Psychedelische Bilder wie bunt schillernde Muster, hypnotisierende Fraktale oder auch eine labbrige Pizza bedecken die Plüschskulpturen.

Bott und Fretterly arbeiten seit über 20 Jahren zusammen und haben bereits jede Menge an altem Videomaterial zusammengeschnitten. Eine Paxis, die–wie sie glauben–durch YouTube marginalisiert bzw. übersättigt worden ist. Man kann ihre Arbeit also mit einem ironischen Augenzwinkern also durchaus als nostalgisch oder wenigstens Retro bezeichnen. Hot Shot Tuscan II transportiert uns jedenfalls in die unbeschwerten Tagen im Keller mit schlechtem Fernsehen, Fast Food und bierdurchtränkten Teppichen. Wie schön.

Seht hier einige Bilder aus der Ausstellung:

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