Fotos vom Widerstand in Standing Rock

Bereits seit April wehren sich Aktivisten in North Dakota gegen den Bau einer Ölpipeline. Die Proteste werden immer heftiger.

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05 November 2016, 5:00am

Aktivisten haken sich beim Protest am Missouri River ein. Alle Fotos: Avery L. White

Letzten Donnerstag kam ich in Cannon Ball, North Dakota, an. Kurz nachdem die Polizei angefangen hatte, verstärkt gegen die Aktivisten vorzugehen, die gegen den Bau der Dakota Access Pipeline demonstrieren. Ich hörte Geschichten von Polizisten in Militärfahrzeugen und Kampfmontur, die Gummigeschosse auf Demonstranten schossen, Menschen Pfefferspray ins Gesicht sprühten und noch mehr. Mindestens 141 Menschen wurden an diesem Tag verhaftet. Ein Demonstrant wurde sogar des versuchten Mordes beschuldigt, nachdem er in die Nähe der Polizei geschossen hatte. Es wurde aber niemand getroffen und ohnehin blieben die meisten Demonstranten friedlich.

Während eines offenen Treffens mit Vertretern der Vereinten Nationen hörte ich Berichte von Menschen, die sagten, dass sie vor ihrem Transport ins Gefängnis stundenlang in Hundezwingern festgehalten worden waren. Nur 20 Minuten nach meiner Ankunft bei den Protesten wurde ich selbst Zeuge, wie der Pick-up eines DAPL-Sicherheitsmannes angezündet wurde, nachdem Demonstranten den mit einem AR-15-Maschinengewehr bewaffneten Mann im Camp entdeckt hatten.

Ich habe fünf Tage im Oceti Sakowin Widerstandscamp verbracht. Das Lager befindet sich auf dem Land, das den Demonstranten zufolge, nach dem Vertrag von Fort Laramie, 1851, den amerikanischen Ureinwohnern gehört. Von allen Ecken des Camps aus haben die Aktivisten freie Sicht auf die Baustelle. Die Proteste begannen bereits im April und jetzt, da es immer kälter wird, merkt man das einigen Water Defenders, wie die Aktivisten hier auch genannt werden, auch an. Eine der größten Sorgen der hier lebenden Menschen ist, dass die Ölpipeline das Wasser in der Gegend verschmutzen wird.

Hier sind ein paar Momente, die ich während meiner Zeit mit den Water Defenders festgehalten habe.

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Ein Demonstrant macht eine Handgeste in Anspielung auf die Spartaner im Film ’300’

Dieser Demonstrant sagt, er sei gestürzt und hätte sich schwer die Hand verletzt, nachdem ihm die Polizei Pfefferspray in die Augen gesprüht hatte. Er habe an der Frontlinie der Demonstration gebetet

Ein Water Defender gräbt ein Loch für den Camp-Kompost

Demonstranten entfernen Fahrzeuge aus der Nähe des brennenden Pick-ups des Undercover DAPL-Sicherheitsmanns

Shakes the Spear betet am Missouri River

Demonstranten blicken auf das brennende Fahrzeug des Undercover DAPL-Sicherheitsmanns

Eine Demonstrantin teilt Heilpflanzen aus

Ein Demonstrant auf dem Weg zur Front

Junge Aktivisten fahren von der Front zurück zum Camp

Eine junge Demonstrantin mit einem brennenden Fahrzeug im Hintergrund

Junge Water Defender schauen den Alten dabei zu, wie sie das weitere Vorgehen des Tages besprechen

Diese Aktivistinnen warten an einem kalten und regnerischen Tag an der Frontlinie

Eine Aktivistin steht friedlich an der Frontlinie

Ein junger Mann geht mit brennendem Salbei zwischen den Demonstranten umher

Demonstranten sammeln Material für eine Blockade

Junge Frauen tragen Masken und Brillen, um sich vor dem Pfefferspray der Polizei zu schützen

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