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Musik

Musikreviews

6.11.10

Hier sind unsere Reviews zu THE GASLIGHT ANTHEM , HAWKWIND , JAILL und MIKROKOSMOS23.

THE GASLIGHT ANTHEM
American Slang
SideOneDummy/Cargo

Diese Band hat es irgendwie geschafft, mit ihrem Sound zwischen Against Me!-Rip off und Anlehnung an den MOR-Springsteen als das neue große Ding zu gelten. Nenn mich einen nörgelnden Vollidioten, aber genau das haben Chamberlain vor zehn Jahren auch schon gemacht (nur besser). Also was soll die Aufregung?

MRIEDHELM FOTZKI

HAWKWIND
Blood of the Earth
Eastworld

Ha Ha. Das könnte sonst wer sein, steht aber Hawkwind drauf, bitte hier Legendenehrfurcht herbeigeschwindelt denken. Teilwiese unfreiwillig komisch, manchmal ganz lustig, ab und zu auch mal richtig gut. Sorry, Kiffen finde ich derzeit gerade langweilig, und Halluzinogene haben bei mir einen anderen Soundtrack. Wir sehen uns in Stonehenge, Dudes!

HOME OF THE MOUNTAIN BILL

JAILL
That’s How We Burn
Sub Pop

So langsam habe ich den Verdacht, die Invasion der Bands mit beliebigen Konsonantendopplungen im Namen lässt sich nicht mir irgendeiner pseudo-hippen Mode erklären, sondern mit der Tatsache, dass die von SMS-Flatrates und Neuen Medien verdorbenen Kids von heute einfach nicht mehr richtig schreiben können. Von ihren legasthenischen Aussetzern abgesehen, machen Jaill mit ihrem psychedelisch gepolsterten Garagepunk allerdings nicht allzu viel falsch.

FLINK POYD

MIKROKOSMOS23
Memorandum
Unterm Durchschnitt

Es wird ja bei Big Brother und Mario Barth oft vergessen, dass wir uns in dem Land befinden, dass kulturgeschichtlich als die Wiege der Romantik gilt. Um dem entgegen zu wirken, nennen wir das hier auch nicht eine weitere Emopunk-Veröffentlichung, die zwar nach Kettcar klingt, aber ganz so schlimm nun auch wieder nicht ist, sondern eine an die Klippen der selbst- und fremdverschuldeten Zweifel peitschende Brandung der Innerlichkeit (die halt nur sehr an deutschen Emopunk erinnert).

HEINRICH HEINTJE