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Sex

Skinema: Condemned

Chris Nieratko liebt Promi-Sextapes und hasst Kondome.
26.12.15

Regie:

Eli Morgan Gesner

Bewertung:

Aus der Crown and Scepter Issue

Ich bin leichter Legastheniker. Als mein Freund (und der Mitgründer von Zoo York) Eli Morgan Gesner mir also eine Vorabkopie seines neuen Horrorpornos schickte, schrieb ich ihm sofort, dass ich ihn mir nicht ansehen würde. Ich hasse Kondome. Erst einmal kann ich es absolut nicht leiden, mir Sexszenen anzusehen, in denen die Darsteller sie tragen—Latex hat etwas so Ablenkendes und Erektionsfeindliches, vor allem wenn sie diese ulkigen Neonfarben wählen. Und privat habe ich noch nie ein Kondom länger als die fünf Sekunden getragen, die meine Erektion braucht, um zu verschwinden. Da ich jetzt eine Vasektomie hatte und bereits seit zehn Jahren verheiratet bin, werde ich diese Peinlichkeit zum Glück nie wieder durchmachen müssen.

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Es gab einen kleinen Zeitraum zwischen der Geburt meines zweiten Kindes und dem Durchschneiden meines Samenleiters, als meine Frau mir nahelegte, einen Gummi zu tragen, um einem dritten Kind vorzubeugen, aber nix da. Ich erklärte ihr, dass ich zwar nicht reich oder besonders erfolgreich sei, jedoch in den letzten 40 Jahren hart genug gearbeitet hätte, um mir zwei Dinge verdient zu haben: nie wieder ein Kondom zu tragen und nie wieder einen Aufenthalt zwischen Flügen zu erdulden. Ich sagte, damit sie nicht noch mal schwanger würde, müssten wir uns auf die weisen Worte meiner lieben 86-jährigen Großmutter besinnen: „Ein Mund kann nicht schwanger werden."

Ich schätze, mein größtes Problem mit Kondomen ist, welche Auswirkungen sie auf die Wirtschaft haben. Bei meinen von ADHS angetriebenen Recherchen habe ich herausgefunden, dass die weltweiten Kondomverkäufe dieses Jahr 27 Milliarden Einheiten erreichen werden, während die Zahl der weltweiten Abtreibungen 2008 bei 43 Millionen lag. Daraus schließe ich, dass Kondome einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Stellenmarkts in der Abtreibungsbranche haben. Ich bin kein Stephen Hawking, aber man könnte sagen, ohne Kondome ließe sich die Arbeitslosigkeit in den USA komplett auslöschen. Stell dir mal vor, dass in den USA ein Zehntel der globalen Kondomkäufe passieren (ich wette, die Zahl ist viel höher). Bei 320 Millionen US-Bürgern sind das in etwa acht Abtreibungen für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind (wenn wir annehmen, dass Männer Abtreibungen kriegen können und niemand Kinder will), die im Moment nicht durchgeführt werden. Bei einem durchschnittlichen Kostenpunkt von 470 Dollar pro Abtreibung ist das doch ein völlig offensichtlicher Plan für einen Konjunkturschub.

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Also schrieb ich Eli, dass ich seine kondomistische Propaganda nicht ansehen würde. „Eli, du verkörperst alles, was mit diesem Land nicht stimmt. Ich werde nichts unterstützen, das die amerikanische Mittelschicht daran hindert, ein Auskommen zu verdienen und ihre Kinder zu ernähren, vor allem, wenn die Republikaner kurz davor sind, die Kontrolle über diese große Nation zu erlangen und die Macht wieder den Reichen zu geben. Abtreibungen für all meine Freunde!"

Er brachte mich mit einer kurzen und bündigen Antwort zum Schweigen: „In dem Film spielen Sean Penns Tochter und der Sohn von Dres von Black Sheep mit."

Oh, wow. Ich liebe Promi-Sexvideos! Von all den dreckigen Videos, die man mir in den letzten 15 Jahren geschickt hat, waren die Promi-Sexvideos die einzigen, die ich in eine Zeitkapsel stecken wollte, damit zukünftige Generationen die Kultfiguren unserer Zeit verstehen können. Paris Hilton? Kim Kardashian? Tila Tequila? Was haben all diese talentierten Frauen gemeinsam? Genau. Auf ihrem Lebenslauf steht nur eine bemerkenswerte Sache.

Mein liebstes Promi-Sexvideo ist immer noch das, in dem der Ex von Heidi Fleiss, Tom Sizemore, Stellung gegen Kondome in Pornos bezieht: „Scheiß auf das LA Police Department! Ich hoffe, 22 Cops sterben heute Nacht und sie haben alle einen Haufen Kinder."

Mehr Dummheit gibt es auf ChrisNieratko.com oder @Nieratko auf Twitter.