Forschung

Was hinter dem Laborbild einer zweiköpfigen Ratte steckt

Forschern ist es gelungen, einen kleinen Rattenkopf auf eine größere Ratte zu verpflanzen. Dieser Erfolg könnte auch Kopftransplantationen beim Menschen in greifbare Nähe rücken lassen.
29.4.17

Chinesische Forscher haben die Welt gerade um ein weiteres, gruseliges Kopftransplantations-Experiment bereichert. In einer neuen Studie im Fachjournal CNS Neuroscience and Therapeutics beschreiben die Forscher, wie es ihnen gelang, die Köpfe von kleineren Ratten auf die Körper von größeren Ratten zu verpflanzen. Der Versuch könnte auch wichtige Erkenntnisse für die Humanmedizin liefern.

Bild: CNS

In der Geschichte der medizinischen Forschung gab es schon zahlreiche Transplantationsversuche, viele davon mit schrecklichem Ausgang: Ein russischer Wissenschaftler führte Anfang des 20. Jahrhunderts unheimliche Experimente an Hunden durch und in den 70er Jahren versuchten Wissenschaftler, zweiköpfige Affen zu erschaffen. Der italienische Chirurg Sergio Canavero behauptet sogar, dass die erste erfolgreiche Kopftransplantation bei einem Affen bereits durchgeführt wurde – nur beweisen konnte er diesen wissenschaftlichen Durchbruch leider nicht. Trotzdem möchte er Ende dieses Jahres erstmals einem Menschen einen neuen Kopf verpflanzen.

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