Foto: Imago
Es sieht fast immer gleich aus: Toni Kroos schaut, tippelt den Ball etwas nach vorne und schwingt ihn dann über seinen Spann einige Dutzend Meter punktgenau zum Mitspieler. Seine Bewegungen sehen dabei so kontrolliert und filigran aus, als ob er dafür Haltungsnoten von irgendwelchen Punktrichtern bekommen würde. Für diese Lang- und Diagonalpässe ist Kroos spätestens seit dem Weltmeistertitel und den zahlreichen Erfolgen als Real Madrids Strippenzieher weltweit bekannt. Der immer noch erst 26-Jährige beherrscht die Kunst der langen Bälle wie nur sehr wenige Spieler auf dem Planeten. Er bestimmt damit Tempo, Richtung und Folgeaktion. Der siebenminütige Zusammenschnitt von einigen seiner Pässe ist wohl der meditativste und künstlerischste Clip seit „Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands" oder Kult-Maler Bob Ross.
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