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Was uns dieses Gespräch zwischen einer Krebspatientin und Beyoncé über ihr Image sagt

Queen Bey hat ihre menschliche Seite nicht vergessen.
Lauren O'Neill
London, GB
23 März 2017, 3:21pm

Es ist weitgehend bekannt, dass Beyoncé nicht nur eine der talentiertesten Popstars ist, die sich ihren Weg zum Ruhm mit Schweiß und harter Arbeit freigeschaufelt hat, sie ist auch wirklich ... nett. Sie ist kein Sex-Symbol à la Rihanna, mehr eine christliche Mutter, die auf die großen Bühnen genau so passt wie auf einen Elternabend mit ein paar Keksen unterm Arm. Bei jemandem wie Beyoncé, die ihr Image so fest im Griff hat, ist das kein Zufall. Als Mutter hat sie wohl eine ausgeprägte zarte Seite für Kinder entwickelt und gestern hat sie den letzten Wunsch einer Krebspatientin erfüllt: mit Beyoncé zu sprechen. Das Video ist bloß zwölf Sekunden lang aber ich würde empfehlen, trotzdem ein Taschentuch bereit zu halten, wenn du jemand bist, der nah am Wasser gebaut ist.

Bei dem Fan handelt es sich um Ebony Banks (Spitzname "Ebob"), die an einer seltenen Form von Krebs im vierten Stadium leidet. Einer von Ebonys letzten Wünschen war es, Beyoncé zu sehen. Also starteten ihre Klassenkameraden einen Social Media-Aufruf mit dem Hashtag #EBOBMEETSBEYONCE. Wie wirkungsvoll Black Twitter sein kann, wurde bewiesen, indem kurz danach das FaceTime-Gespräch zwischen Bey und Ebony stattfand.

Und obwohl das nur eine von Beyoncés vielen guten Taten ist, erinnert uns die Geschichte besonders an ihre Menschlichkeit und Liebenswürdigkeit. Eine der größten Kritikpunkte an Bey ist, wie sie ihren Gott-ähnlichen Status erreicht hat, ohne ihre Menschlichkeit durchdringen zu lassen. Sie besitzt alles, was ein Performer braucht: unglaubliche Körperbeherrschung, eine durchdringende Stimme und die Fähigkeit Frauen ein Gefühl der Stärke zu vermitteln. Aber unter allem hysterischen "Queen Bey!!"-Geschrei, wurde sie mehr als Symbol gesehen und weniger als reale Person. Ihr wisst schon, sie postet keine hässlichen Selfies von ihrem Urlaub auf Mallorca, in denen sie schwitzt und sich ein Bier hinter die Binde kippt. Dafür ist alles zu perfekt durchchoreografiert.

Darum holen sie Momente wie dieser zurück auf den Boden der Tatsachen für uns. Die "yas queen"-Reaktionen werden bleiben, aber sie stehen dieses Mal mehr im Zusammenhang mit einer einfach netten Aktion für jemanden, der zu ihr aufsieht. Und ob du ihr wertend gegenüberstehst oder nicht, die Aktion ist etwas wert.

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