Anzeige
Dieser Artikel ist vor mehr als fünf Jahren erschienen.
Design

In Kopenhagen soll eine riesige Photovoltaik-Ente Solarenergie ins Stromnetz der Stadt speisen.

Die "Energy Duck" von vier Londoner Künstlern ist Teil eines Wettbewerbs für nachhaltiges Design der Land Art Generator Initiative.

von Beckett Mufson
21 Juli 2014, 4:58pm

Foto: landartgenerator

Über 30 Prozent der Sonnenenergie, die auf der Erde ankommt, geht ungenutzt zurück in den Weltraum. Kein Wunder, dass Solarenergie als eine der zukunftsträchtigen Branchen der erneuerbaren Energien gilt.

In Kopenhagen könnte sie schon bald die Form einer gigantischen Ente annehmen. Und zwar der vor allem in Skandinavien vorkommenden Eiderente. Sie repräsentiert den Beitrag der Londoner Künstler Hareth Pochee, Adam Khan, Louis Leger und Patrick Fryer zur Land Art Generator Initiative (LAGI) der dänischen Hauptstadt. Der Wettbewerb hat das Ziel, von interdisziplinären, kreativen Prozessen geprägte nachhaltige Designs in die Konzeption von Infrastrukturen erneuerbarer Energien einzubeziehen.

Die sogenannte Energy Duck ist eine Photovoltaik-Struktur in Form einer Ente und eines von vier Projekten, das es in die Endrunde der LAGI geschafft hat. Sie speichert Solarenergie und speist diese direkt ins Stromnetz von Kopenhagen ein. Um Extraenergie, zum Beispiel nachts, bereitzustellen, verfügt die Ente über ein innovatives hybrides, hydraulisches Turbinensystem: Die Ente flutet ihre untere Ebene und erzeugt Strom, indem sie das Wasser durch die Turbinen leitet. Am nächsten Tag nutzt sie die durch Solarpanele erzeugte Energie, um das Wasser wieder abzupumpen. Ein unterhaltsamer Nebeneffekt des Designs ist, dass die Ente steigt und sinkt, je nachdem wie viel Energie sie in das Kopenhagener Stromnetz pumpt.

Die Energy Duck ist damit ein gewaltiger Einsatz, durch erneuerbare Energie das Problem des Klimawandels zu lösen, und gleichzeitig ein faszinierendes Symbol für Umweltbewusstsein. Als schwimmender, öffentlicher Ort diente es außerdem als abgefahrene Attraktion für Besucher. Allerdings hat die Ente harte Konkurrenz: ein riesiges Solarrad, das der Sonne folgt, ein Windkraftgenerator in Form eines Segels und eine umweltfreundliche Algen-Turbine.

Weitere Infos zum LAGI-Design-Wettbewerb findet ihr auf der offiziellen Webseite.

Tagged:
Creators
Architektur
stadt
Nachhaltigkeit
Umwelt
Klimawandel
Solarenergie
Erneuerbare Energien
Stadtplanung
Photovoltaik