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Die Sängerin Christina Grimmie wurde bei ihrer Autogrammstunde erschossen—Pantera klagen an

Selbst 12 Jahre nach der Tötung von Dimebag Darrell habe die Industrie nichts aus der Geschichte gelernt.

von Noisey Staff
13 Juni 2016, 9:50am

Am Freitag wurde die 22-jährige Christina Grimmie bei einem Fantreffen nach ihrem Konzert in Orlando erschossen. Grimmie war 2014 durch ihre Drittplatzierung bei der US-Version der Gesangscastingshow The Voice der breiten Masse bekannt geworden. Als sie gerade Autogramme gab, näherte sich ihr ein vermeintlicher Fan und schoss auf die Sängerin. Ihr Bruder warf sich sofort auf den Schützen, doch der Täter konnte sich befreien und selbst hinrichten. Grimmie erlag wenig später ihren schweren Verletzungen.

Dass eine Musikerin im Rahmen ihres eigenen Konzerts erschossen wird, weckt Erinnerungen an die Tragödie um den legendären Gitarristen der Metalband Pantera, der 2004 während eines Auftritts seiner Zweitband Damageplan in Ohio erschossen wurde—Dimebag Darrell. Genau aus diesem Grund haben sich jetzt die übrigen Mitglieder von Pantera zu dem jüngsten Verbrechen an Christina Grimmie auf Facebook geäußert: „Nach Dimes Ermordung haben wir alle gebetet, dass unsere Industrie (Clubbesitzer und Promoter) alles Nötige tun würden, um Künstler vor waffentragenden Fanatikern zu beschützen. Traurigerweise ist das nicht der Fall.“

Wie der Täter denn überhaupt zwei Handfeuerwaffen und ein Jagdmesser in den Club schmuggeln konnte? Der Polizeichef von Orlando gibt an, dass normalerweise die Taschen und Rucksäcke am Einlass überprüft werden, es aber keine Metalldetektoren gegeben hätte. Zumal niemand bei Grimmies Publikum vermutet hätte, dass jemand Waffen bei sich tragen könnte.

Grimmie war schon vor ihrer erfolgreichen Teilnahme an The Voice durch ihren YouTube-Kanal bekannt geworden, auf dem sie verschiedene Songs coverte. Zum Beispiel „Lonely Day“ von System Of A Down—zusammen mit ihrem Bruder Mark, der jetzt als Held gefeiert wird, weil er durch sein Eingreifen wahrscheinlich verhindert hat, dass es weitere Opfer gibt.