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#ThumpsUp—Die Musikvideos der Woche (2)

Die besten neuen Videoclips mit elektronischer Club- und Popmusik: #ThumpsUp mit Pearson Sound, SOHN, Little Dragon, Thundercat und vielen anderen.
18.2.14

Neue Woche, neue Videos … Immer Dienstags: unsere neue Rubrik #ThumpsUp zeigt wöchentlich die besten, neuesten Clips mit elektronischer Musik—ob Techno, House, Trap, Noise, Dubstep … oder Elektropop spielt keine Rolle. Für den Blick zurück gibt es den Klassiker der Woche.

Animal Trainer, „Shane”, Stil vor Talent

Hunde, wollt ihr ewig leben? Im Musikvideo zur neuen Animal-Trainer-EP geht Köter „Shane” verlustig. Was aber eher nur eine Randnotiz ist: es geht eher um bewusstseinserweiternde … Federn. Um Rausch und Ekstase im Club. Ehrlich gesagt ist eine Storyline nicht erkennbar—die Bilder sind aber hübsch. Und ein Happy End gibt es auch noch. Ein moralingetränkter Hinweis muss dennoch sein: bitte immer das Mantra T-o-T (Techno ohne Tiere) beachten.

Pearson Sound, „Raindrops pt I / II”, Hessle Audio

Synth-Bleeps die tröpfeln wie Regentropfen. Mehr Ambient als Bassmusik. Distanz statt Nähe, Kälte statt Wärme. Die neue 7” von Pearson Sound kann man anhand dieser Koordinaten lesen. Ganz hübsch, wie da in der Ferne die Lichter leuchten. Aber auch ein bisschen egal, wenn man ganz ehrlich ist.

Brolin, „Flags” mixtape, –

Ist das jetzt ein Musikvideo, oder ein Mixtape mit Visuals? Im Falle von Brolins „Flags” sei die Deutung anderen überlassen. Der 26-minütige Mix, bestehend aus Remixes von Sinkane, Neuinterpretationen von Dam Mantle und Produktionen von FTSE und Raffertie geht schön ins Ohr. Und mit Dan Tombs Glitch-Visuals sieht das Ganze auch gut aus.

S O H N, „Artifice”, 4AD / Beggars

Dir: Thom Glunt

So langsam reicht es in Sachen Super-Slow-Motion-Musikvideo-Konzept aber auch mal. Der Clip für S O H N von Thom Glunt mag ja an sich nett anzuschauen sein, aber nicht nur hinsichtlich des Plots, sondern besonders wegen der wenig originellen filmischen Umsetzung schlafen einem nun wirklich die Füße ein.

Clickclickdecker, Was kommt wenn nichts kommen will (Schlaflos in Tegel)” (Frittenbude Remix), Audiolith

Das hier ist nicht Tegel, Dirk! Schwarz und Weiß präsentiert sich Clickclickdecker im Frittenbuden-Remix-Videoclip. Bisschen Stop-Motion, bisschen Zeitraffer, bisschen Studiofootage. Was man eben macht, wenn das Budget bei geschätzten 500 Euro oder darunter liegt.

Metronomy, Love Letters, Warner Music

Hieran kommt niemand vorbei, denn Musikvideos von Michel Bondry sind so rar wie genial—sie gehören angeschaut. Hier sieht man mal wieder ein fantastisches Treatment vom größten Träumer der Popkultur in einem One-Shot-Konzept umgesetzt.

Hound Scales, „Odile”, White Asega

Sind wir hier in einem schlechten Film? Traumweltengleich ist das neue Video des New Yorker Produzenten Hound Scales, so als seien der Wizard of Oz, Fritz Lange Metropolis-Roboter und die Twin Peaks’sche Black Lodge in einem farbenfrohen Technovideo aufgegangen.

Little Dragon, „Klapp Klapp”, Republic Records

Dir: Taylor Cohen

Endlich wieder Little Dragon. Unsere Lieblingsschweden wandeln weiterhin fantastisch leichtfüßig auf dem Grat zwischen Mainstream-Pop und Underground-Electronica. Im Clip werden Voodoo-Techniken angewandt, um der Erde die Toten zu entlocken. Erkenntnisgewinn: ohne Schaufel hat auch die beste Priesterin keinen Erfolg bei Leichen.

Thundercat, „Evangelion” / „We'll Die”, Brainfeeder

Katana und Bassgitarre. Der auf Flying Lotus’ Brainfeeder-Label veröffentlichende Thundercat wandelt mit Schwert durch den Trailerpark. Und wenn er nicht gerade das etwas groß geratene Messer hält, zupft er eben an der Saite. Extrapunkte gibt es für den Einsatz des MySpace-Videoplayers. Es gibt tatsächlich immer noch Musiker auf MySpace? Beeindruckend!

TRUST, „Rescue, Mister”, Arts & Crafts

Das neue Album von Robert Alfons alias TRUST trägt den bedeutungsschwangeren Titel Joyland—und geht man nach seinem Debüt TRST, dann erwarten uns hier wieder Anzüglichkeiten und schlüpfrige Vocals. Das von Sabrina Rattle in Szene gesetzte „Rescue, Mister”-Video ist nun so gar nicht schlüpfrig, besticht aber durch Glitches, VHS-Referenzen und einer durchgängigen 80er-Jahre-Ästhetik—was wiederum ganz gut zu TRUSTs Synthesizer-Pop passt.

Der Klassiker der Woche

LFO, „LFO (Leeds Warehouse Mix)”, Warp Records, 1990

— Kein Kommentar —

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