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Die Teenage Playlist von The Mushpit: Sommer Slow Jams

Wird Zeit, die Shorts zu entstauben, der Sommer kommt.
7.6.12

Nichts schreit mehr nach Sommer in UK als ein kreischender Jay Sean, der aus einem Fiat Punto tönt. Sicherlich, du musst noch arbeiten und du solltest wirklich nicht noch ein Corona in deiner Mittagspause trinken, aber scheiß drauf. Du hast deine Beine in der Sonne und es ist heiß. In UK drehen alle durch, wenn es plötzlich zehn Grad wärmer wird. Und mit durchdrehen meinen wir sowas, wie sich auf einer staubigen, mit Nägeln bedeckten Wiese zu wälzen, die sie dann Park nennen und dabei einen alten Tanga und einen Mini-BH zu tragen. Auf jeden Fall verdient dieses ganze Herumgehüpfe und die ganzen Mühe die Sonnenbrillen mit den besten Freunden abzustimmen, einen ordentlichen Soundtrack. Deswegen ist es Zeit die Schnulzen aus dem Winter zu vergessen und sich auf ein paar gut gesetzte Ragga Beats einzulassen. Erlebt den ultimativen jamaikanischen Herzschlag, Gyptian:

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GYPTIAN - “HOLD YUH”

Gyptian hat es einfach drauf, wisst ihr? Eine Wochenendsause wäre nicht dasselbe, wenn nicht mindestens 95% deiner Freunde zu Gyptian bouncen, während du unscharfe Blackberry Fotos schießt und vor Freude wie eine neugeborene Giraffe mit deinen Körperteilen um dich schlägst. Seine Lieder sind Reggae genug, um übertriebene Körperbewegungen entschuldigen zu können, aber langsam genug, um den Arschtanz nach drei Bier umgehen zu können. Gyptian will nicht, dass du dich blamierst, wenn du auf einem verschwitzten Rave in West London bist. Stattdessen möchte er, dass du deine Hüften wie ein Tanzgöttin schwingst. Im Grunde musst du danach nicht dein Facebook Profil löschen, weil die Fotos von deinen kurzen Jeans-Shorts, in die du markiert wurdest, ein bisschen zu, äh, offensichtlich waren.

WAYNE WONDER – “NO LETTING GO”

Wenn man 14 ist und nicht so ausgelassen wie seine draufgängerischen Freunde tanzen kann, dann kann das ziemlich traurig und sehr einschüchternd sein. Dann nehmt am besten Wayne Wonders „No Letting Go“, den wohl ultimativen Sommer Hit. Wir wissen, dass ihr Bescheid wisst. Denn jeder, der mal MTV Base gesehen hat, weiß, dass diese langsame Sommer Hymne genauso vorne mit dabei ist wie Sean Pauls „I'm Still In Love“ und wie alles von Blu Cantrell. Mal wieder geht es nur um den Rhythmus; zu dem geklatschten Beat reicht ein subtiler Schwung mit einem kleinen Schulterzucken absolut aus. Man wird trotzdem super sexy aussehen, ohne dabei seine Arschbacken panisch in die kurze Hose eines 14-jährigen Jungen quetschen zu müssen.

LEONA LEWIS – “RUN”

OK, ich weiß genau, was ihr jetzt denkt, „Hey, das ist ein guter Song, aber was zur Hölle hat er in dieser Playlist zu suchen?“ Sicherlich fällt er ein bisschen aus der Reihe, aber hört ihn euch eine Minute lang an. Stellt euch das vor: du bist den ganzen Tag unterwegs, schwingst die Hüften zu Industrial Dancehall, hattest zu viele Mojito-Nachmachungen, bist in der Sonne eingeschlafen und hast jetzt die Haut eines gegrillten Lammkarrees. Du lässt also deine Fensterläden runter und kühlst unter Tränen deinen Sonnenbrand. Aber nach vier Minuten das lauthalse Gekreische „Run“ zu hören, merkst du wieder, wer du wirklich bist: die Königin des Sommers. Bevor du es merkst, stehst du schon wieder auf der Tanzfläche. Dieses Mal vielleicht mit Shorts, die ein bisschen weniger scheuern.

@bertiebrandes
@char_roberts