Fatima Al Qadiri
Asiatisch
Hyperdub

Multi hat einen schlechten Namen, selbst das im Kern wertvolle Attribut ‚multidisziplinär‘ trägt außerhalb von Medizin und Wissenschaft den Geruch eines Pesthauchs, insbesondere im Zusammenhang mit Kunst und—Schockschwerenot!—Kultur. Aber was will man machen: Die Künstlerin stammt aus Kuwait, das Label sitzt in London, der Titel schreibt sich deutsch, das Thema ist (ein imaginäres) China, und Fatima arbeitet nun einmal als, äh, Konzept-, ähh, Künstlerin in unterschiedlichen, ähhh, Disziplinen. Die Basis ihres Albums bildet das, was das Label als Sino Grime ausgibt (nicht, dass mir das jemand als Dubstep bezeichnet!)—und trotz Klingklang-Samples aus dem China-Restaurant sowie dem einen oder anderen interessanten Bass-Rumpeln bleibt das ganze auf weiter Strecke erschreckend überraschungsarm, ja, nahezu seicht.
**
MEHR VON NOISEY
Noch mehr fiebriger Eifer, noch mehr gerechter Zorn, noch tiefer im Arsch Gottes und das Ergebnis ist kaum zu glauben.
‚Synesthesia‘ ist genau ‚die‘ richtige Mukke für genau ‚den‘ Moment des kommenden Sommers—oder auch nicht.
Momente, in denen man nicht umhinkommt, Damon Albarn als einen der größten Zampanos im Musikbetrieb wahrzunehmen.