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Wider das Sommerloch—Die Arena Termine im Juli

Von wegen Sommerloch. Die Termine in der Arena sind heißer als die Sonne.

von Eva Thalhammer
06 Juli 2015, 8:02am

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Wir geben der Hitze die Schuld. Die Politiker sind auf Sommerfrische—ausschließlich im Inland versteht sich—die Sportverbände machen Urlaub und auch sonst ist in der Stadt eher chillen angesagt. Abgabetermine, Deadlines und wichtige Meetings verschiebt man lieber auf den Frühherbst und im unklimatisierten Büro werden ohnehin nur noch Hotelpreise verglichen und Billigflüge gebucht. Während ganz Österreich in Sommerstarre verfällt, gibt es allerdings eine unermüdliche Institution, die erst so richtig aufdreht, wenn’s draußen heiß wird. Die Konzerttermine in der Arena werden euch die Trägheit schon aus den Knochen treiben—mit Fruchtcocktail und Blume hinterm Ohr seid ihr hier jedenfalls fehl am Platz.

11.7. Kumbia Queers

Wie schön! Die Queer Community feiert, Social Media wird regenbogen-farbig und die Welt freut sich mit. Und da Österreich ja ohnehin das offenste und toleranteste aller europäischen Länder ist, ist es natürlich ein Fixpunkt auf der Tour der Kumbia Queers. Spaß beiseite, die Argentinier_innen sind nicht wählerisch bei ihren Konzerten und stehen von 365 Tagen im Jahr mindestens 100 auf der Bühne. Wer dem schnöden Punk bereits abgeschworen hat und neugierig auf den Mix mit südamerikanischen und kubanischen Rhythmen ist, ist bei den Kumbia Queers genau richtig.

13.07.2015 ELDER (us) / MOS GENERATOR (us)

In Sachen Stoner Rock ist Kyuss seit jeher die Referenzband schlechthin und auch Colour Haze haben mit ihren Endlosnummern einiges zur Ausweitung der Szene beigetragen. Mit Elder kündigt sich nun eine Band an, die nicht nur Blut und Beuschel der beiden Vorreiter vereint. Auf dem neuem Album Lore (2015) haben es die Amis auch geschafft, dem bodenständigen Psychedelic eine saftige Prise Progressivität zu verpassen. Mit den On-and-Off Rockern Mos Generator, die bereits 10 Bandgeschichte auf dem Buckel haben, steht das Trio im Dreiraum auf der Bühne.

21.7. Nuclear Assault (US) / Insanity Alert (AT)

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Weder Stahlbunker noch ABC-Ausrüstung werden euch vor diesem Code Red schützen. Die New Yorker Dampfwalze Nuclear Assault rollt endlich durch die Bundeshauptstadt und reißt so ziemlich alles mit sich, was sich ihr in den Weg stellt. Dreißig Jahre ist’s her, dass sich die Burschen im heute so angesagten Brooklyn zusammengerauft und eine der heftigsten Old School Thrash-Bands überhaupt gegründet haben. Da fragt man sich doch: können die nach all den Jahren überhaupt noch ordentlich anecken? Können sie. Das beweist nicht nur die derzeitige „Final Assault“-Tour, sondern auch die zukunftsweisende, neu erschienene Pounder EP, die erste seit ungefähr einer Ewigkeit. Wenn ihr jetzt glaubt, ja so ein lauer Sommerabend in der Arena, das wär schon schön – dann kommt ein andermal. Nuclear Assault und der heimische Opener Insanity Alert werden euer Harmonieverlangen nachhaltig erschüttern.

24.7. Mammoth Mammoth

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Nur weil Australien draufsteht, muss es noch lange nicht nach AC/DC klingen. Mammoth Mammoth sind die Barflys von Down Under und ihr Ruf als selbstzerstörerische Liveband, die sich schon einige Hausverbote erfolgreich erarbeitet hat, eilt ihnen voraus. Die Tour trägt den schönen Titel „Hammered again“ und im Dreiraum der Arena könnt ihr euch davon überzeugen, ob sie auch hält, was sie verspricht.

27.7. Rosanne Cash (us)

Was wäre eine Lagerfeuer ohne Countrymusik? Im Notfall tut’s auch ein glimmernder Picknickgrill und eine verstimmte Gitarre – aber warum tiefstapeln, wenn’s auch ganz groß geht? Die Amerikanerin Rosanne Cash (ja, die Tochter von genau DEM Cash) bringt mit ihren folkigen Tunes jede noch so schwache Glut wieder zum flackern. Rückt ein Stückchen näher zusammen, vergesst nicht die halb verkohlten Marshmallows zu wenden und lauscht der sanftmütigen Stimme aus Tennessee.

28.7. D.R.I (us)/ Absorber (at)

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Meistens sind sie ja nur lästig. Alle kennen sie, alle hassen sie - die Leute, die bei einem irgendeinem Null-Acht-Fünfzehn Konzert verzweifelt versuchen, irgendwo in der Mitte der Crowd einen Moshpit anzuzetteln. Das macht man einfach nicht—Konzert Knigge, quasi. Auch wenn einem die Typen damit ordentlich auf den Keks gehen können—there is a time and place for everything. Vor der Bühne von D.R.I zum Beispiel. Beim thrashigen Hardcore Punk der Texaner wird der Pogo Loser plötzlich zum King of the Pit. Wer’s lieber ruhig mag, darf sich gerne in die hinteren Reihen verabschieden. Ciao!

Wir verlosen für alles wie immer 2x2 Tickets, die ihr unter der Nennung der jeweiligen Band an gewinnen könnt.

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