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Geständnisse aus dem Wiener Nachtleben

Wir haben Menschen die Möglichkeit gegeben, sich um vier Uhr morgens von seelischem Ballast zu befreien.
16.2.15

Was passiert, wenn man Menschen die Möglichkeit gibt anonym zu beichten? Ihren seelischen Ballast loszuwerden? Ihnen Raum gibt, um loslassen zu können? Was passiert, wenn das Ganze gegen vier Uhr in der Früh in einem Club stattfindet?

Ich wollte diese Frage nicht auf mir sitzen lassen und bin deshalb losgezogen. Bewaffnet mit einem Stift, Zetteln und einer Box. Am Anfang war die Skepsis der Partyleute groß—eh klar, Wien ist zurückhaltend—doch Schwüre meinerseits, dass es mich eh nicht interessiert wer was genau geschrieben hat, haben die Raver doch dazu gebracht, zu gestehen. Über vierzig Geständnisse konnte ich so sammeln, und sie berühren alle deepen Themen des Lebens. Von Liebesgeständnissen zu richtig harten Themen. Viel Sex natürlich, die waren aber gar nicht so spannend. Die Besten sind hier abfotografiert. Viel Spaß beim Lachen, Weinen und sich verstanden fühlen.

„Der Oma 500 Schilling gefladert in 1999“

„Ich (24) denke bis heute, dass ich berühmt werde. Keine Ahnung wie, weil ich bin faul wie Sau und keine Ahnung für was, ist auch scheißegal.“

„Ich liebe Kokaine“

„Wenn ich mich selbstbefriedige und an Jungs denke die ich gerade gut finde, muss ich manchmal weinen, nachdem ich gekommen bin.“

„Ich weiß nicht, ob das was ich studier mir gefällt“

„Da Thomas hat amal in die Passage gschissn“

„Ich bin verliebt in ihn, kann’s aber nicht sagen“

„Mit 23 habe ich mir in die Hose geschissen, weil ich dachte ich muss furzen.“

„Ich bin sehr unglücklich mit meinem Leben, aber ich sage es keinem, ich trinke lieber.“

„Eigentlich finde ich die Pegida (fast) berechtigt. Angst ist O.K.“

„Ich will alle hübschen Mädls lieben/ficken, sollte aber seriell monogam sein.“

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