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Tränen, Feuerwerk und eine Weltpremiere—Casper live auf dem Kosmonaut

Wir waren bei der exklusiven Festivalshow von Casper mit dabei, als alle Dämme gebrochen sind.
28.6.16

Das diesjährige Kosmonaut Festival stand unter einem inoffiziellem Motto: Casper, Casper, Casper! Schon bei der Ankunft auf dem Gelände kamen einem im Sekundentakt Menschen mit Shirts des Bielefelder Rappers entgegen. Kurze Zeit später die Erklärung: Casper höchstpersönlich verteilte sie fleißig gratis an jeden, der eins wollte. Und die Meute wollte. Da als Backprint fett ein Datum („23.09.16“) auf die Shirts aufgedruckt war, hatte sich das Rätsel um den Countdown im Netz bereits zu 95% gelöst: Casper wird heute abend bei seinem Konzert sicher das neue Album ankündigen. Aber: Wird er sogar schon einen neuen Song spielen?

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Es ist 22:45 Uhr, gefühlt das komplette Kosmonaut Festival (rund 15.000 Leute) steht vor der Hauptbühne und starrt erwartungsvoll nach vorne. Dann kommt Casper mit seiner Band auf die Bühne und alle drehen durch. Alle. Von der ersten Reihe bis weit nach hinten—alles was das Licht erfasst, ist in Bewegung. Irgendwann springt dann auch Kraftklub-Frontmann und Kosmonaut-Mitorganisator Felix Brummer auf die Bühne, um gemeinsam „Ganz schön okay“ zu performen. Ein Song über Chemnitz, live in Chemnitz—so perfekt.

Irgendwann wird es dunkel, die Band verlässt mitsamt Casper ein zweites Mal die Bühne. Die Zugabe ist gegeben, das war es. Plötzlich fällt ein riesiges Banner herunter. Einzelne Stacheldrähte vor grauem Grund, eben das Cover des neuen Albums Lang Lebe der Tod. Und dann setzt der gleichnamige Song ein, Casper steht ganz allein vor dem Banner, wartet seinen Part ab und rastet dann komplett aus: „Ist es das, was ihr wollt? Ist es das, was ihr liebt? Klatscht ihr brav im Takt? Seid ihr vergnügt?“ Angesichts der kollektiven Gänsehaut: Ja, verdammt.