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Ariana Grande hat zwei widerlich sexistische Radiomoderatoren zurechtgewiesen

Wer ernsthaft darüber reden will, dass Frauen ohne Schminke und Smartphone nicht leben können, hat es nicht anders verdient.
Emma Garland
London, GB
5.11.15

Wenn jemand erst im Juni ein ganzes Essay über Sexismus veröffentlicht hat, dürfte man davon ausgehen, dass selbst der pubertärste Moderator es besser wissen müsste, als einen ganzen Interviewabschnitt sexistischen Fragen über Handys, Make-Up und Einhorn-Emojis zu widmen. Tja, leider wohl nicht. Und als Ariana in Los Angeles bei dem Radiosender Power 106 in der Sendung von Justin Credible und Eric D-Lux vorbeischaute und sie alles oben genannte vom Stapel ließen, musste Ariana einfach reagieren.

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„Denkt ihr wirklich, dass das die Dinge sind, zwischen denen Mädchen sich entscheiden müssen?“, sagte Grande, nachdem sie gefragt worden war, welches von beidem sie wählen würde, wenn sie es ein letztes Mal benutzen dürfte: ihr Make-Up oder ihr Handy. Als sie angab, „viele Stunden“ auskommen zu können, ohne auf ihr Handy schauen zu müssen, und generell gerne am Essenstisch „anwesend“ sei, bekundeten D-Lux und Credible zuerst lauthals ihre Ungläubigkeit, um dann ein „Lernt dazu, Ladys!“ folgen zu lassen—als wäre Ariana eine wunderbare Ausnahme ihres Geschlechts, bei dem sich alle Frauen ihre iPhone-Etikette abschauen sollten. Grande konterte sofort mit einem „Lernt dazu, Jungs!“, das sie ihnen mit einer derartigen Wucht entgegenschleuderte, dass es mit ziemlicher Sicherheit bald in einem Sample auftauchen wird.

So richtig die Fassung verlor Grande aber erst, als die Unterhaltung auf die neuen iPhone-Emojis fiel, und die Moderatoren behaupteten, dass das Einhorn-Emoji nur für Mädchen sei. „Wer sagt, dass das Einhorn-Emoji nicht für Männer ist? Also bitte!“ Sie richtete sich dabei vor allem an D-Lux, der bei diesem Thema offensichtlich die größte Männlichkeitskrise überhaupt durchlebt. „Du brauchst ein bisschen Auffrischung, was Geschlechtergleichheit angeht.“

Als sie am Ende gefragt wird, welches Problem sie in der Welt zuerst lösen würde, wenn sie das könnte, zählt sie erstmal eine ganze Liste von Dingen auf, die alle mit Ungleichheit und Doppelmoral zu tun haben, und schließt auf D-Lux blickend ab: „Wir fangen aber erst mal mit dir an.“

Weiter unten kannst du dir das komplette Video anschauen:

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