William, Sam und Gerrit von Future Islands. (Fotos: Luis Einhauser)
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Aber ist das nicht eine recht verbreitete Sache unter Bands? Ihr redet alle durcheinander, dass muss hier etwas geordneter zugehen. Also: Gerrit?
William: Ja schon, also ich versuche vor jedem Auftritt, die ganze Pisse aus meinem Körper heraus zu befördern. Ich will so viel wie möglich pinkeln, das ist mein Ritual. Ich mache das ganze drei Mal in den fünf Minuten vor dem Auftritt.
Das ist ein sehr nützliches Ritual.
Sam: Ich brauche einen Shot Tequila bevor ich auf die Bühne gehe. Also nicht immer, aber schon oft. Das ist ziemlich wichtig für mich.
Um dich zu beruhigen?
William: Ich und Gerrit, wir trinken rituell ein kühles Bier, bevor wir auf die Bühne gehen. Sieht halt auch echt gut aus, wenn du mit einer Bierflasche in der Hand auf die Bühne kommst.
Sam: Bier ist wichtig. Man muss aufpassen, dass man genug Flüssigkeit zu sich nimmt.

Rituelles Biertrinken mit William.
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Super! Dann sag mal deine Meinung.
Sam: Meiner Meinung nach, ist es gar keine sichere Sache vor vielen Menschen zu spielen.
William: Doch, ist es. Diese Barriere zwischen dir und den Leuten!
Sam: Nein, weil die Sound-Anlagen zum Beispiel auf Festivals oft total beschissen sind. Wie gestern erst (auf dem Pantiero Festival in Cannes), da hatten wir überhaupt kein leichtes Spiel und ich habe mich wirklich unwohl gefühlt. Also ich mag es, in einem kleinen Raum zu spielen, weil ich den Leuten in die Augen schauen will. Ich will ihnen körperlich auf die Pelle rücken. Also nicht, dass ich ihnen tatsächlich weh tun möchte, aber ich will diesen Typen, der apathisch in der ersten Reihe steht, anfassen und ins Gesicht schauen können. Ich hab mir auch schon öfter solche Leute geschnappt und sie an ihrem Scheißshirt gepackt. Und dann schauen sie mich entweder ganz erschrocken an oder sind auf einmal wie wachgerüttelt und blühen auf. Man stellt so einen ganz anderen Bezug zu den Leuten her.
Danke, genau das meine ich! Also ich hab euch unter Anderem auch letztes Jahr in Köln im Sonic Ballroom und da hast du genau das gemacht: Du bist von der Bühne heruntergeklettert und die Leute hatten fast schon Angst vor dir, aber das hat alles so intensiv gemacht. Es war ein wahnsinniges Konzert.
Sam: Ja! Ich glaube, dieses Gefühl von Angst sorgt auch dafür, dass diese Hemmschwelle bei den Leuten einbricht.
William: Und bei großen Shows kann dieses Gefühl von Angst gar nicht entstehen und dementsprechend bleibt diese Barriere auch erhalten.
Sam: Aber du hast du behauptet, das wäre etwas Gutes.
William: Nein, ich hab gesagt, dass das scheiße ist. Ich hab gesagt, wir bevorzugen kleine Konzerte.
Sam: Ach so.
Gerrit: Also alles, was ich gesagt habe, ist, große Shows sind bequemer …
William: Gerrit steht als einziger drauf.
Gerrit: Ja, scheiße, ich stehe dazu. Die Leute lenken mich nicht ab, ich kann mich aufs Spielen konzentrieren und krieg meinen Scheiß auf die Kette, ich kann mich selber hören …
William: Ich schätze, das ist ein Diskussionspunkt, darüber reden wir noch einmal, Gerrit.(lacht)
Finde ich gut. Ich kann Riesenkonzerten nichts abgewinnen.
William: Du hättest am Anfang nicht sagen sollen, dass du nur Quatsch-Fragen stellen wirst. Jetzt hast du den Salat! Tut uns leid, willst du noch was wissen?
Nein, ist schon OK. Lassen wir das. Ich würde jetzt auch gerne was trinken und später gehen wir raven.
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