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Seltsame Musik zu der ich Sex hatte

Der Soundtrack zu unserem Sexleben ist nicht der, zu dem Hollywood rummacht.

von Monica Heisey
14 Oktober 2012, 9:00am

Eines der vier Billionen Probleme an Hollywood ist, dass es uns alle narzisstisch davon überzeugt hat, es müsse einen sinnvollen und gut ausgewählten Soundtrack geben, der im Hintergrund von diesen winzigen Events unseres Lebens laufen sollte. Das ist allerdings sehr selten der Fall, außer du hast einen emotionalen Moment an einer Bar oder auf einer Hochzeit oder so, wenn ein Song läuft, der sich klanglich oder lyrisch auf die Situation bezieht. In solchen Fällen ruinierst du die Party. Also verschwinde dort, du bist eine riesen Heulsuse.

Sehr gelegentlich kommt ein Song, der die Situation umdreht oder sie unabsichtlich lustig macht—eine Freundin von mir musste „Papa Don’t Preach“ während eines Schwangerschaftsabbruch hören. Dank der ~leicht~ zu hörenden Softrock Radiosender, die von den Krankenschwestern, Ärzten und Zahnärzten auf der ganzen Welt bevorzugt werden. Genau deshalb haben Menschen Sex-Playlisten. Es ist einer der wenigen Momente im Leben, wo du selbst entscheiden kannst, welche Lieder welchen Akt begleiten. Außer du drückst aus Versehen auf Shuffle.

Also, die folgende Liste ist eine Liste mit Songs, die ziemlich unangebracht waren, während ich oder andere Leute die ich kenne, versucht haben geil zu werden. Du solltest diese Kenntnis nutzen, um dein iTunes aufzuräumen oder ein ultimatives Handbuch übers Vermasseln schaffen, um das Leben deines Mitbewohners zu ruinieren.

„Simply Having a Wonderful Christmas Time“—Paul McCartney

Mein erster Unifreund und ich mussten Musik laufen haben, wann auch immer wir es miteinander trieben, weil die Wände in meiner verdammten Wohnung so dünn waren, dass du das Atmen des Mädels nebenan hören konntest. Ich war und bin noch immer besessen von The Beatles besessen und ich habe an diesen sexy Playlists irgendwie immer etwas Trauriges und Komisches gefunden. Von daher haben wir eben ein paar John Lennon Soloplatten eingelegt und uns rangemacht. Eines Tages legte mein Freund The Beatles auf, doch sobald sich die Sachen anfingen richtig anzuheizen, kamen die Eröffnungstöne dieser Weihnachtsklassiker und somit war der Sound von Schlittenglocken für immer versaut.

„Sexual Healing“—Marvin Gaye

Meine Freundin Sarah verlor ihre Unschuld während Radio 2 im Hintergrund lief und und als sie gerade zum Höhepunkt kam, hat es sie mit dem geschmeidigen Sounds von Marvin Gaye getroffen, was sie gleichzeitig zu einer Frau und zum Klischee machte.

Der König der Löwen Soundtrack



Laura hatte einen Typ über Nacht zu Besuch, von dem sie behauptete, er hätte in der in der Regel ein ziemlich gutes Musik Set-up. Aus welchem Grund auch immer waren an diesem Abend die iTunes-Götter angepisst und selbst auf Shuffle kam es immer wieder zum Anfang zu Disneys König der Löwen. Du kennst doch dieses: „BAHHHHH SVENNNNYAHHHHHHH“. Im Zorn löschte sie den Song und sie haben tatsächlich weitergemacht. Also hat die Geschichte ein Happy End.

Unbezahlt für Spotify Werbungen.

Meine Mitbewohnerin behauptet, dass es mehr als einmal passiert sei und dass das der Grund dafür sei, dass sie inzwischen für Spotify bezahlt.

„Lick it up“—Kiss

Nachdem ein der zweite Typ schon vorm Beginn eines Vierers den Schwanz eingezogen hatte, war Matthew mit den beiden Mädels allein und machte sich pflichtbewusst daran, dass die beiden eine gute Zeit hatten ...

„Use Your Fist and Not Your Mouth“—Marilyn Manson

Das ist nicht wörtlich zu nehmen.

„Jump Around“—House of Pain

Eigentlich ist das keine Sexstory, doch bei Gemmas erstem Schulball war ein Junge, dem es gefiel, sie die ganze Nacht zum Tanzen zu zwingen und der endlich seinen großen Schritt machte, als House of Pain anfing. Er versuchte ein mutiges Manöver des Zungenküssens, während er gleichzeitig herumsprang und in den angemessenen Momenten des Songs seine Hände in die Luft riss, wie ein überdrehter Labrador. Wahre Liebe?

Selbstgemacht Soundexperimente

Als Geoff zur Kunstschule ging, musste er ein Medienprojekt machen, das Klanglandschaften und die Idee von Schmerz oder so ähnlich beinhaltete, ja, ich habe keine Ahnung. Der Punkt ist, dass er einen unnötigen langen Clip eines Mädchens runterlied, das vor Schmerzen schrie und dann einfach irgendwie vergaß. Beim schnellen Vorlauf, als Geoff und ein sexy männlicher Freund stoned wurden und wirklich laut Bonobo anmachten, um runterzukommen, fing unerwartet das Mädchen in einer unglaublichen Lautstärke an zu schreien, so dass Geoff anfing zu schreien und mehrere seiner Mitbewohner zur Rettung kamen, um zu schauen, ob alles OK ist. Seltsam oder süß?

„I Kissed a Girl“—Katy Perry



Steves Freundin ging durch dieselbe semi-experimentelle, semi-wir-mögen-das-einfach-Phase, die alle Mädels durchmachen (alle Mädels machen das durch, richtig?) und ein Teil davon war diese eine Nacht in der Ecke einer Bar, in der sie sich mit einer weiblichen Freundin von Steve davonmachte und dann einfach still zurück zum Tisch kam. Steve versuchte die ganze Sache irgendwie so umzudrehen, um einen Dreier daraus zu machen—als Katy Perry lief. Er machte war einfach zu komisch, um sexy zu sein. So hat er es für immer vermasselt. Danke für nichts K-Pez!

The God Delusion von Richard Dawkins

„Books on tape and a mouth full of a guy you met on Grindr do not mix.“