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Noisey Blog

„Wurst will work out“—Fotos vom HipHop Open in Wien

Fotos von ASAP Rocky, ASD und vielen mehr. Und euch natürlich.

Alle Fotos von Stefan Kuback.

Gestern fand in der Arena Wien bei gefühlten 700 Grad die zweite Ausgabe der HipHop Open Austria statt. Nach den Erfahrungen mit Left Boy letztes Jahr wurde heuer ein bisschen weniger „mutig“ gebucht. Ob das leider eher nur zu ungefähr 70 Prozent gefüllte Arena Open Air-Gelände mit dem Booking zu hat, mit dem Sommer oder dem dann doch gerade herrschenden Überangebot an HipHop-Konzerten in Wien, lässt sich natürlich nicht sagen. Aber die Leute, die da waren, hatten Spaß. Was nicht nur, aber vor allem an ASAP Rocky lag. Doch dazu später mehr.

Viele Gäste tröpfeln aufgrund der Temperaturen eher spät ein, auch der Autor dieses Textes. Das ist schlecht für die frühen Acts wie Joshimizu, Megaloh oder Prinz Porno. Aber gut für die Umwelt, weil so nicht jeder drei T-Shirts an einem Abend verbraucht und dementsprechend oft waschen muss. Die Underachievers rappen sehr souverän und hängen danach noch ein eher seltsames 15-Minuten-DJ-Set mit sehr vielen Drops dran. Eventuell reicht das Repertoire einfach noch nicht für den vereinbarten Slot. Mit den Underachievers gibt es später noch die schöne Begebenheit, dass sie genug von dem gesunden Bio-Essen im Backstage haben und sich am Imbissstand in der Arena anstellen. Auf die Frage, ob sie noch irgendwas anderes brauchen, lassen sie die schöne Alliteration „Wurst will work out“ vom Stapel.

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Die beiden Deutschrap-Veteranen ASD stehen dann später unnötigerweise mit gleich zwei DJs auf der Bühne, und niemand weiß so genau warum. Samy ist ziemlich bullig geworden, trägt lange Haare und komplett schwarze Kleidung. Afrob ist auf Safari, in knappen Shorts und nassem Khaki-Hemd. Diese tolle 90er-Deutschrap-Anspielung habe ich gestern auch schon zwei Mal gemacht, aber niemand hat gelacht. ASD spielen ihr neues Album, was ehrlich gesagt die Menge nur so halb interessiert. Danach hängen sie aber noch eine Sektion mit Klassikern an, spielen Auszüge aus Tracks wie „Füchse“, „Grüne Brille“ oder „Reimemonster“. Das macht dann wirklich Spaß, und die Menge geht dementsprechend mit.

Danach passiert etwas sehr wichtiges: Wind kommt auf. Die Sonne geht unter, die Schweißflecken trocknen, die Unterhaltungen werden merklich sinnvoller. Und irgendwann kommt der Mann auf die Bühne, auf den hier alle warten: ASAP fucking Rocky und sein ASAP fucking Mob. Flacko ist relativ motiviert, was nicht immer der Fall ist: Bei der „10 Jahre VICE Deutschland“-Party in Berlin letzte Woche stand der ASAP Mob auf der Bühne, Rockys Part wurden aber vom Band eingespielt, weil der Protagonist einfach keine Lust hatte irgendwas zu tun. An der ASAP Mob-Show in Wien lässt sich nichts aussetzen. Es ist wirklich cool. ASAP spielt alle Hits von „Peso“ bis „Fucking Problems“, organisiert einen Moshpit und schießt mehrfach Goldregen aus Kanonen ins Publikum. Das Set ist nicht allzu lang, aber anders als bei Danny Brown vor ein paar Tagen fällt es im Kontext eines Festivals nicht weiter auf. Das war einfach ziemlich gut. Punkt.

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