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Ein paar Gedanken zum Olympique-Konzert im WUK

Olympique haben gestern auf ihrer großen Tour einen Stop in Wien gemacht. Wir waren dort.
6.3.15

Foto via Olympique FB-Page

Also eigentlich war ich schon ganz glücklich, als Olympique ihr Album Crystal Palace im vergangenen November im Café Leopold, genauer genommen in zweiter Ebene, im Salon, vorgestellt haben. Hell yes, das war vielleicht eine Party—die ich ermüdet, verschwitzt, aber nicht minder glücklich verlassen habe. Und das nicht nur, weil mir ordentlich eingeheizt wurde, sondern auch, weil die Bude natürlich restlos ausverkauft war.

Wer hätte gedacht, dass das in anderen Wiener Locations ebenso schnell gehen wird. Hat man naiverweise zuerst das WUK Foyer für den Olympique-Auftritt im März gebucht, steht seit spätestens Ende des letzten Jahres fest: einen besseren, klar auf Rock abonnierten Exportschlager als Olympique hat Österreich momentan sicher nicht zu bieten. Also wurde umverlegt, vom WUK Foyer in die große Halle. Und siehe da, auch diese war, nach wenigen Wochen, ausverkauft wie warme Semmeln. Sänger Fabi—zu Anfang noch ganz Gangster-alike mit schwarzem Hoody—singt die erste Nummer ein und schon beginne ich zu räsonieren: Wieso überhaupt gehe ich auf ein Konzert von Olympique?

Weil ich tanzen will: wenn ich mit meiner besten Freundin komme. Weil ich schmusen will: wenn ich mein Herzblatt dazu überredet habe, die ach so romantische Couch zu verlassen, um mich verliebterweise im Takt zu wiegen. Weil ich meinem gebrochenen Herzen Ausdruck verleihen will: hier muss man nicht allzu viel Senf abgeben. Broken heart schmerzt ohnehin genug. Olympique machen halt einfach die passende Musik dazu.

Von der beinahe schon pompösen Licht- und Nebelschau sollte man gar nicht reden: Kinderkram gegen das, was die Band an musikalischer Qualität an diesem Abend abgeliefert hat. Ein ziemlich ausgefeilter Sound, gekrönt mit der Stimme des Sängers Fabian, die für mich wohl zu den momentan besten Österreichs gilt

Dass Crystal Palace ein Killer von einem Album ist, wusste ich ja bereits. Ich habe es unzählige Male, allein, getrennt, weinend, lachend, tanzend, stoisch und himmelhochjauchzend angehört. Aber dass das Publikum dann auch noch neue Tracks präsentiert bekommt, die ebenso vom Hocker teißen, war sozusagen der Zuckerhut der heutigen Show.

Fabi, Leo, Nino: Also von mir aus seid ihr angekommen. Im Olymp(ique) der ganz großen Rockstars.