Sextoys sind das perfekte Musiker-Merchandise

Torch, Lady Gaga und Rammstein beglücken ihre Fans mit Penispumpen, Dildos und Sexpuppen.

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13 Februar 2016, 12:42pm

Mit der Musikindustrie geht es ja bekanntermaßen bergab. Nein, das wird kein weiterer Helene-Fischer-ist-der-Antichrist-Artikel. Auch Castingshows und alternde Rapstars mit verqueren politischen Ansichten, die langsam, aber sicher dabei sind, ihren eigenen Mythos zu überleben, wollen wir hier nicht thematisieren. Stattdessen möchten wir uns damit auseinandersetzen, was wirklich zählt und interessiert: Geld. Und auch ein bisschen Sex.

Musiker haben es zunehmend schwer, mit ihrer eigentlichen Kunst – der Musik – Geld zu verdienen. Es ist bekannt, dass dank dem Internet die CD-Regale zunehmend gefüllt und die Geldbeutel der Musiker leer bleiben. Streamingdienste wie Spotify leisten ihren zusätzlichen Beitrag dazu, dass Musiker hinsichtlich alternativer Einnahmequellen kreativ werden müssen.

Während sich die einen auf aufwändige Special Edition Boxen und Touren konzentrieren, gibt es noch ein drittes Standbein, in dem die kreative Ader der Künstler pulsiert und das sich, solange 3D-Drucker noch nicht den Drogeriemarkt nebenan erreicht haben, nicht herunterladen lässt: Merchandise.

Allerdings sind langweilige T-Shirts mit hässlichen Prints und Kaffeetassen äußerst un-rockstarmäßig langweilig. Wo Sex, Drugs und Rock'n'Roll draufsteht, soll gefälligst auch Sex, Drugs and Rock'n'Roll drin sein! Da der Rechtsstaat jedoch Drogen nicht so toll findet und Rock'n'Roll schwer materialisierbar ist, bleibt nur noch der älteste Vermarktungstrick der Welt übrig: Sex. Die Musiker lassen sich einiges einfallen, um auch die Fans zu versorgen, die zwar gerne Groupies wären, aber zu schüchtern oder zu hässlich dafür sind.

Torchs Penispumpe

Man muss sorgfältig suchen, aber hat man sich mal durchgewühlt, findet man tatsächlich eine Penispumpe in Torchs Onlineshop 360° im Farbton "Pleasure Purple". Wir hätten das Modell "Blauer Samt" zwar einfallsreicher gefunden, aber aus hygienischen Gründen drücken wir ein Auge in Sachen Kreativität und Selbstironie zu.

Rammsteins Dildo-Kollektion in formschönem Edelstahl-Koffer

Warum wird so etwas nicht im Home-Shopping-Kanal beworben? Passend zum Release ihres 2009 erschienen Albums Liebe ist für alle da brachten Rammstein eine Special-Edition-Box heraus, die passender nicht sein konnte, erinnert man sich an die erste Single des Albums "Pussy", dessen Video ein Porno war und nur in extrem zensierter Version auf den Musikkanälen gezeigt werden durfte.
Wie auch immer, in dem Koffer befinden sich neben dem normalen Musikkram sechs Glasdildos für jeden, der schon immer mal ein Teil von Rammstein haben wollte. Angeblich sollen die Dildos sogar den tatsächlichen Geschlechtsteilen der einzelnen Bandmitglieder nachempfunden sein. Wer also bisher zu viel Angst vor echtem Sex mit Rammstein hatte, aber doch irgendwie groupiemäßig drauf ist, hat hiermit wohl seine Erfüllung (pun intended) gefunden.

Tenacious D's Sperma-Lappen

Da die Band um Jack Black schon den perfekten PR-Spruch in seinem Onlineshop stehen hat, beschränken wir uns für jegliche Erklärung auf eine Übersetzung der Artikelbeschreibung:
"Dies hat etwa die selbe Größe wie ein Golftuch, ist aber kein Golftuch; Das ist ein 'Cum Rag' (dt.:Sperma-Lappen), DAS Cum Rag (DER Sperma-Lappen). Könnte es ein besseres Geschenk geben?"

50 Cents interaktive Porno-Actionfigur

Zugegebenermaßen zählt 50 Cents Game-Figur nicht direkt als Merchandise, weil sie erstens nicht auf seinen sondern Lloyd Banks Mist gewachsen und zweitens nicht im Shop käuflich ist. Dennoch wird der gute Mann bestimmt eine ganze Stange (pun intended) Geld damit verdient haben. Wir haben "Groupie Luv" leider (oder zum Glück) noch nie gespielt, aber scheinbar soll der Spieler aus Sicht eines der G-Unit-Mitglieder Sex mit verschiedenen Frauen haben können.

50 Cent wäre aber nicht Mister Magic Stick, wenn er in Sachen Sex tiefstapeln würde. So wollte er des weiteren eine eigene Kondom-Kollektion herausbringen, was jedoch in die Hose ging. Angeblich, weil die Dinger sextechnisch nicht das hielten, was sie versprochen hatten. Und das dürfte wohl die wirklichkeitsnahste Sexerfahrung sein, die Fifty vermutlich hätte verkaufen können.

Lady Gagas Sexpuppe

Auch dieses Sextoy ist nicht direkt ein offizielles Merchandiseprodukt, jedoch gefiel uns das Wortspiel "Lady Gag Gag" so gut, dass wir es mit reinnehmen mussten. Ferner existiert auch eine Sexpuppe von Beyoncé , die ebenfalls mit augenzwinkernden Sprüchen wie "You don't have to put a ring on this slutty siren" und "sweet dreams, even sweeter Bjs" beworben wird. Unser Respekt und unsere Hochachtung vor Beyoncé verbieten uns jedoch, diese abzubilden, abgesehen von der Tatsache, dass die Puppe nicht im geringsten Queen Bey ähnlich sieht!

Aber Merchandise (jetzt mal im Ernst: warum sind alle T-shirts so hässlich?) ist vermutlich so, wie die Sexpuppe von Beyoncé: Teuer, sieht scheiße aus und am Ende guckt man sich beschämt im Spiegel an.

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