Zehn Dinge, die besser waren als David Guettas Auftritt beim EM-Finale

Das war nichts, David.
11.7.16

Die EM ist vorbei. Manche freuen sich darüber, andere warten sehnsüchtig auf 2018 und verkürzen sich die Zeit mit der Bundesliga und Fifa. Vielleicht spielt jemand sogar selbst Fußball—zugucken, laut mitreden und Bier trinken ist dann aber doch die bessere Sportart. Jedenfalls ist David Guetta (ein Franzose) auserkoren worden, allen Fußball-Fans den offiziellen EM-Soundtrack „This One Is For You“ zu spendieren.

Da ist es nur konsequent, dass er nochmal beim EM-Finale aufgetreten ist. Und zwar so, wie es sich gehört: Nachdem er engelsgleich einen Gang entlangschritt, stellte er sich an sein Pult und hob die Hände. Wer nach diesem Auftritt zu Frankreich hielt, war entweder Franzose, ein echter Ronaldo-Gegner oder eben Fußballkenner. Für alle anderen hatte Frankreich spätestens ab diesem Moment die restlichen Sympathien verspielt. Hier eine Auflistung der Dinge, die besser waren als Guettas finaler EM-Auftritt.

10. Der kleine, portugisische Junge, der den Frankreich-Fan tröstet

Wer hier nicht laut „aaawwwt“, fährt jedes jahr nach China, um Hunde zu essen.

9. Dieses vernichtende Urteil von Kurt Prödel

So.

Die Seven Nation Army Performance von David Guetta überschattet die bleibenden Schäden, die Mark Forster verursacht hat #PORFRA #EURO2016

— Kurt Prödel (@KurtProedel) 10. Juli 2016

8. Cristiano Ronaldo

Foto: Imago

Ohne ihn wäre jede EM und WM nur halb so spannend. Die Close-ups auf sein narzisstisches aber irgendwie doch sympathisches Gesicht, stellen jeden David Guetta-Auftritt in den Schatten. Jeden. Habt ihr gesehen, wie er sich für seine Mannschaft gefreut hat? Und wie er geweint hat, als er nicht mehr mitspielen konnte? Puh. Ernsthaft: Ich liebe diesen Typen. Und alle Memes und GIFs auch..

7. Die Motten im Stadion

Erst Motten im Stadion. Dann David Guetta. Sieht hier denn niemand die Parallelen zum Alten Testament? #FRAPOR

— Max-Jacob Ost (@GNetzer) 10. Juli 2016

Da hat wohl irgendjemand in der Nacht vor dem Finale das Licht angelassen. Aber ernsthaft: Die Franzosen waren sehr sympathische Gastgeber, weil sie irgendwie die ganze Zeit ein bisschen versagt haben—auf eine sympathische Art und Weise. Ich meine, wir alle lassen mal unabsichtlich das Licht an.

6. Island und ihr „Huh“

Nice to see @FFF honour our chant in #FRA tonight! No one does it better than #ISL though :) https://t.co/xVAHbYYH4l

— Knattspyrnusambandið (@footballiceland) 7. Juli 2016

Spätestens ab jetzt wissen wir, dass es Island gibt. Dieses Land hatte den besten Auftritt—sympathisch, am Boden geblieben und mit der besten Crowd. Sie haben sich auch das „Huh“ zu eigen gemacht—eigentlich ein Ruf, der auch von anderen Mannschaften und deren Fans verwendet wird. Zum Beispiel 2013 von den Franzosen. Sie haben es weder erfunden, noch können sie behaupten, es sei ihr eigener, spezieller Fangesang. Sie behaupten es auf Twitter trotzdem. Trotzdem sympathisch.

5. Sven Väth und sein Smartphone

Das Spiel Deutschland gegen die Slowakei wollte sich Sven, trotz eines Bookings, nicht entgehen lassen. Dass es auf Außenstehende sehr unprofessionell wirkt und elektronische Musik so dastehen lässt, als könnte man sie nebenbei machen, dürfte der Techno-Legende scheißegal sein. Genauso wie Playback-Auflegen. Oder, David Guetta? Ab einer gewissen Größe scheißt man halt anscheinend drauf. Sowohl die EDM-, als auch die Techno-Fraktion. Kein Grund sich zu bekriegen.

pizza bestellen ist wie david guetta. ich mach nix, aber fühl mich geil.

— Crack Efron (@JanderrrMac) 10. Juli 2016

4. Mein Kumpel, der 30 Euro auf eine Verlängerung und den Gewinn von Portugal gewettet hat

Er ist jetzt echt 210 Euro reicher.

3. Alle Flachwitze, die sich in den sozialen Medien verbreitet haben

„Österreich-Ungarn: Gegen wen spielen die?“ war ein verdammt kreativer Witz … Genau wie alle anderen ausgelutschten Memes, die zur EM im Internet kursiert sind. Flachwitze sind super, ausgelutschte Dinge sind super—das war alles toll. Gerne mehr.

2. Die Tatsache, dass es kein Spiel um Platz drei gibt

UEFA meint, es sei zu unattraktiv. Sie haben es zwar das letzte Mal vor 36 Jahren versucht, aber die Erinnerung dürfte noch relativ frisch sein. Na gut, kein Deutschland gegen Wales. Mehr so Klassenfahrt-Niveau: Die Beiden teilen sich den dritten Platz. Auch nett.

1.Twitter

Während sich auf Twitter sonst Internet-Intellektuelle zusammen bekräftigen, wie top-informiert und intellektuell sie sind, wurde es zur EM lustig. Ein bisschen so wie bei der österreichischen Bundespräsidentschaftswahl. Gut gemacht, Twitter-Menschen. PS: Es gibt einen eigenen Twitter-Account für Cristianos Motte.

Fredi hat Twitter: @schla_wienerin