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Wichtige Fragen, die das neue Video von Bushido und Shindy aufwirft

Gestern Abend gab es endlich den ersten Vorgeschmack auf ‚Classic‘. Der hat uns allerdings stirnrunzelnd und voller Fragen zurückgelassen.
22.10.15

Gestern Abend durften wir endlich den ersten Vorgeschmack auf das letzte große Deutschrap-Album 2015 genießen. Die Erwartungen waren hoch, sollte Classic von Bushido und Shindy doch wie nichts klingen, was die beiden jemals gemacht haben. Ist ja schon mal eine Ansage. Was wir dann auf dem Teller liegen hatten, war eine enttäuschend kleine Portion, handelte es sich ja lediglich um den Intro-Track. Und je mehr wir auf unsere Gabel häuften, umso tiefer wurden die Falten auf unserer Stirn, bis wir stirnrunzelnd wie The Rock Dwayne Johnson vor dem Bildschirm saßen und uns viel zu viele Fragen im Magen brannten. Fragen, die einfach gestellt werden müssen.

Ist der Rechschreibfehler kalkuliert?

Alle Screenshots von YouTube, aus dem Video „Brot brechen“ von Bushido X Shindy

Hochglanz-Produktion, sanfte Klavierakkorde, stilvolle Scharzweiß-Aufnahmen eines altehrwürdigen, hübsch renovierten Saales—alles sehr klassisch. Doch der respektvoll angehaltene Atem entweicht in einem tiefen Seuzfer, als da „präseniert“ zu lesen ist. Präseniert? Wie viele Menschen sehen sich das Intro denn an, bevor es vom gemeinem Volk millionenfach angeklickt wird? Das ist niemandem aufgefallen? Wurde das zehn Minuten vor Veröffentlichung noch hektisch reingetippselt? Oder war den Beteiligten sehr bewusst, was sie da machen, ganz im Sinne der sich verselbstständigenden Verbreitung?

Wann werden Bushido die ewigen Palästina-Anspielungen lästig?

Palitücher, Patronengürtel, schwere Waffen und Grundrisse von Gebäuden: Der Tisch, an dem Bushido da sitzt, könnte so auch in einem halb eingestürzten Hamas-Haus stehen—ginge es nach Hollywood. Was zum Teufel das im Video zu einem Song, der „Brot brechen“, also einer orientalischen, aber vor allem im Judentum verwurzelten Tradition, die Gemeinschaft symbolisiert, heißt, zu suchen hat? Weiß nur der Bu-Mann.

Immer noch Sonny Black…Wo ist der „neue“ Bushido?

Bushido erklärt ungewohnt undominant, dass er seine Zahlen genau kennt. Läuft bei ihm „wie Vattenfall“. Heißt also, im Hause EGJ läuft es gerade nicht so gut. Immerhin hat der schwedische Energiekonzern zurzeit kräftig mit tiefroten Zahlen zu kämpfen. Vielleicht erinnert das Setting mit der Kamera und den flankierenden, finsteren Soldaten deshalb so sehr an die Videos zu „Jeder meiner Freunde“ und „Leben und Tod des Kenneth Glöckler“?

Ist Bushido ein heimlicher Fan von K.I.Z.?

Moooment. Was hat Bushido da gerade gesagt? „Das ist Classic so wie Schindlers Liste. Ihr seid alle weg, wenn ich nur einmal mit dem Finger schnipse“ erinnert schon stark an K.I.Z.s „Du weißt, wenn ich mit meinem Finger schnippse, stehst du plus zwei auf Schindlers Liste.“ Vielleicht fiel beiden aber auch kein anderer Reim ein.

Woher kennen wir diesen Spiegelungseffekt?

Schluss mit Vorgeplänkel, jetzt geht der Song richtig los. Aber dieses gespiegelte, offensichtlich ungebrochene Brot erinnert doch an… das Video zu „Niggas in Paris“ von Jay-Z und Kanye West! Und das sicher nicht ohne Grund, haben Bushido und Shindy im Interview doch oft über Watch The Throne gesprochen. Was direkt zu einer nächsten wesentlichen Frage führt:

Wer von den beiden ist Kanye und wer Jay-Z?

Und wann will Vin Diesel seine Jacke zurückhaben?

Vin Diesel-Foto aus dem Film Triple X | Imago

Also das… müsst ihr Staiger fragen.

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