FYI.

This story is over 5 years old.

You Need to Hear This

Diese neue Platte lässt sich nur auf dem Fisher Price-Plattenspieler abspielen

Analoge Formate wie Vinyl und Kassette sind gerade total en vogue. Das kanadische Label Kelp Records hat jetzt eine Platte nur für den Fisher-Price-Plattenspieler hergestellt.
19.6.13

Eigentlich müssen wir nicht erwähnen, dass analoge Formate wie Vinyl und Kassette gerade total en vogue sind. Die Tatsache, dass du deine Musik tatsächlich anfassen kannst und nicht nur dabei zusehen musst, wie du sie aus Versehen in die Tiefen deines Papierkorbs verschiebst, spornt einige Labels weiter dazu an, ihre Release auf Materialien zu pressen, die du fühlen kannst.

Anscheinend hat das kanadische Label Kelp Records nun die Begeisterung, etwas anzufassen, mit einer kindlichen Euphorie kombiniert. Erinnerst du dich noch an deine Kindheit? Das war die Zeit, in der „Spielen“ noch bedeutete, dass ihr am Klettergerüst hängt, und kein Euphemismus für Petting war.

Anzeige

Das Label aus Ottawa hat die Musik der Lokalband Hilotrons exklusiv für den Fisher-Price-Plattenspieler herstellen lassen. Das bedeutet im Klartext, dass du jetzt, anstatt nur zu „Twinkle, Twinkle Little Star“ zu raven, auch zu „My Number“ und „Not There Tonight“ abgehen kannst, und sie in einem furchteinflößenden Glockenspielton abspielen lassen kannst. Leider bekommst du nur 25 Sekunden, um vollkommen in deiner Euphorie zu versinken, denn mehr Speicherplatz hat dieses Format leider nicht.

Da Labelgründer Jon Bartlett schon seit seiner Kindheit ein Fan der 1970er Kinder-Jukebox ist, dachte er sich, es wäre eine schöne Erweiterung für die Neuheiten-Schublade des Labels. Wegen der hohen Kosten konnte das Label aber nur fünf Tracks der aktuellen Hilotrons-LP At Least There's Commotion herstellen, die dann als Teil eines exklusiven Pakets auf dem International Label Market in Toronto verlost wurden.

**

Folgt YNTHT bei Twitter und Facebook für tägliche Updates über eure Lieblingsmusiker.


MEHR VON YOU NEED TO HEAR THIS

Platten aus dem 3D-Drucker

In Amerika gibt es eine Künstlerin, die 3D-Druck benutzt, um Musik auf neue und innovative Weise zu verewigen.

Selbstgemachtes Vinyl: Die Geschichte der Vanity Vinyl

Heutzutage kann im Internet jeder Musik veröffentlichen. Früher musste man sich noch eigene Platten pressen—sogenannte Vanity Vinyls.

Fünfzehn Albumcover, die genau wie fünfzehn andere Albumcover aussehen

Angeblich ist Nachahmung ja die höchste Anerkennung. Manchmal ist es aber auch nur Betrug.