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Wichtige Fragen, die Andreas Gabaliers Aufritt beim Echo aufwirft

Gabalier ist gestern als „Mountain Man" beim deutschen Musikpreis Echo aufgetreten. Wir hätten da ein paar Fragen.

von Noisey Staff
27 März 2015, 10:52am

Grundsätzlich haben wir ja gar nichts gegen Andreas Gabalier. OK, das Frauenbild, das er transportiert, ist ziemlich zum Vergessen. Mit dem Heimatbegriff können wir auch nicht besonders viel anfangen. Und wenn er falsche Statements abgibt, weisen wir gelegentlich darauf hin. Aber grundsätzlich soll jeder das machen, wonach ihm der Sinn steht—vor allem, wenn es dafür, offenbar ein riesiges Publikum gibt.

Allerdings war Gabaliers Auftritt gestern beim deutschen Musikpreis Echo, bei dem er seine bereits vieldiskutierte Single „Mountain Man" performte, bizarr. Eigentlich sogar mehr als bizarr. Es begann damit, dass eine Rothaarige nach dem Mountain Man rief, weil sie einer nicht näher definierten Gefahr ausgesetzt war. Gabalier wuchs dann erst auf Berggröße heran, um den Berg dann abzuwerfen und in einem Schaumstoff-Sixpack herumzutanzen.

OK. Wir hätten da ein paar Fragen.

Warum grinst die rothaarige Tänzerin die ganze Zeit, wenn sie doch eigentlich in Gefahr sein soll?

Sind drei völlig gleich ausschauende Frauen, die einen Berg von Mann anbeten, im Jahr 2015 ein sinnvolles Frauenbild?

Haben sich die Macher bei Rihannas VMA-Auftritt von 2008 bedient? (Ha, ihr dachtet wohl das merkt niemand!)

Trägt Gabalier ein Cape unter dem Cape? Eine beeindruckende Zwiebel-Taktik.

Muscle Suit—who wore it better?

Tanzt Gabalier da in einer Zielscheibe?

Ist jemandem aufgefallen, dass das Artwork an den sozialistischen Realismus angelehnt ist?

Antworten bitte an Danke!

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