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Warum es eine gute Idee ist, Musiker zu daten

Von wegen Musiker sind schreckliche Beziehungspartner. Einen Musiker zu daten hat so einige Vorzüge.
25.11.14

Foto: David Daub

Vor einiger Zeit hat an dieser Stelle jemand behauptet, dass es absolut keine gute Idee ist, einen Musiker zu daten und somit die Träume eines jeden jungen (und vielleicht auch älteren) Mädchens zerstört, das sich ihr Liebesleben mit dem Lieblingsmusiker als ein endloses Märchen zusammenfantasiert. Natürlich ist in der Realität nicht alles wie nachts, wenn du sabbernd in dein Kopfkissen träumst, aber es ist auch nicht so scheiße wie dort behauptet. Genau genommen ist es sogar eine ziemlich gute Idee, einen Musiker zu daten. Und nicht etwa, weil du dann endlich mit dem Typen im Bett landest, den du sonst immer von weit weg anhimmelst, sondern weil dir Musiker als Date noch ganz andere Vorzüge bieten können.

Musiker haben Gefühle

Bekanntermaßen ist es deutlich einfacher, mit einer Person, die Gefühle hat, eine emotionale Bindung einzugehen. Nun kannst du dir relativ sicher sein, dass jemand, der Texte schreibt, die meist mehr oder minder aus den eigenen Erfahrung entspringen, und demnach auch über eigene Gefühle nachdenkt, eher dazu neigt, mit Emotionen umzugehen als beispielsweise dein Exfreund und jeder andere Typ, den du jemals gedatet hast (außer die waren alle Musiker, dann solltest du dir mal Gedanken über dein Beuteschema machen). Und selbst wenn du einen Produzenten oder einen Konzeptmusiker datest, der nur über die verschiedenen Formen von Apfelbutzen schreibt, ist es ein Mensch, der sich leidenschaftlich einer Sache verschrieben hat und sich mit dieser auseinandersetzen kann und möchte. Auch das ist ein deutliches Anzeichen für einen gefühlvollen Menschen. Und falls dein Schätzchen nicht mit dir redet, hast du immer die Musik, die ziemlich sicher ein Spiegel seiner aktuellen Gefühlslage ist.

Sie haben meist jemanden, der sich darum kümmert, dass sie auf ihren Scheiß klarkommen

Du weißt, wie es mit dem Partner so ist. Besonders in jungen Jahren musst du ständig darauf achten, dass sie auf ihr Leben klarkommen und nicht (schon wieder) in irgendeine wilde Phase eintauchen, in der sie Freiheit brauchen und aus der sie spätestens nach ein paar Wochen wieder gebrochen und keinen Deut klüger herauskommen. Und du als Partner musst natürlich immer den Spielverderber spielen, der den anderen von dummen Gedanken abbringt und Mutti-Sprüche von sich gibt wie „Denk doch mal an deine Zukunft, Junge“ oder „Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast…“ Doch wenn du einen Musiker datest, musst du keine einzige dieser unangenehmen Aufgaben übernehmen und kannst dich getrost auf der Sonnenseite ausruhen. Schließlich haben Musiker Manager oder andere Personen, die sich um ihren Scheiß kümmern, sich mit ihnen auseinandersetzen, wenn sie mal wieder am Rad drehen und alle ihre miesen Launen abbekommen. Du dagegen bist nur das hübsche Persönchen, das mit ihnen ins Bett steigt und erzählt, wie toll ihre Musik ist und es vollkommen egal ist, ob das nächste Album nach dem elektronischen Soulmeisterwerk nun ein düsteres Ambientalbum werden soll. Die Drecksarbeit erledigt jemand anderes.

Du kommst auf alle Partys

Musiker werden immer und ständig überall eingeladen. Das Schöne ist: Sie müssen sich nicht mal darum kümmern. Denn diese eine Person, die auch sonst seine Drecksarbeit erledigt, kümmert sich darum. Du kannst als galantes plus 1 auf der Party herumspringen, dich blamieren und alle Freigetränke abstauben, und zwar ohne von irgendeinem Arschloch vollgequatscht oder von irgendjemand erkannt zu werden. Im Schatten zu stehen, ist nämlich besonders auf Partys ein echter Pluspunkt.

Sie sind gut im Bett

Musiker sind nicht nur, wie oben erwähnt, gefühlvoll, Musiker haben zudem einen Ruf zu verlieren. Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie schnell es die Runde macht, wenn ein berühmter Musiker eine Nullnummer im Bett ist. Die Musikbranche ist eine kleine Blase, in der sich schnell so einiges herumspricht. Also geben sie sich lieber Mühe.

Foto: David Daub

Sie finden Groupies scheiße

Das überrascht dich jetzt vielleicht, aber Groupies sind bei Musikern nicht so angesagt, wie du vielleicht denkst. In erster Linie liegt das daran, dass Groupies meist minderjährig sind, nicht besonders hübsch und es zudem für keine Menschenseele attraktiv ist, wenn dein Gegenüber anfängt zu zittern und zu sabbern, sobald du den Raum betrittst. Groupies, die altersmäßig wie vom Attraktivitätslevel angemessen sind, wird dagegen von den jungen Kreischkühen ein dermaßen schreckliches Spiegelbild vor Augen gehalten, dass sie sich sofort nach dem Gig verpissen und sich einfach zu alt und zu dumm vorkommen, um sich an den 1,50 Meter-Kiddies vorbeizukämpfen. Die Zeiten, in denen Groupies cool waren, sind lange vorbei und dementsprechend gibt es auch nur selten hübsche Groupies, die in Frage kommen. Und falls er dich doch mit einem Groupie betrügt, wirst du es früher oder später in einem Song oder durch die Musikbusiness-Buschtrommel herausfinden.

Du kriegst regelmäßig eine Pause von ihnen

Musiker gehen mindestens einmal im Jahr auf Tour und auch wenn das anfangs für euch Turteltauben noch schwer auszuhalten ist, freust du dich früher oder später über diese kurze räumliche Trennung, in der du tun und lassen kannst, was du möchtest. Natürlich kommt es immer darauf an, wie berühmt der Musiker ist, den du datest. Wenn er beispielsweise drei Kontinente bespielen muss, könnte diese räumliche Pause auch das ganze Jahr anhalten, aber dann solltest du vielleicht auch keine Beziehung mit dieser Person führen.

Foto: Jan Kapitän

Da sie sonst ein Rockstarleben führen, sind sie zuhause ganz harmlos und kuschelig

Besonders wenn Musiker von einer Tour zurückkommen, möchten sie meistens erstmal durchatmen. Schließlich haben sie gerade wochenlang durchgesoffen, den Großteil der Zeit in einem stinkigen Bus oder im Flugzeug verbracht und mussten jeden Abend halbfit auf der Bühne stehen und sich auspowern. So ein Rockstarleben ist ja schön und gut, aber wenn man dann nach Hause kommt, möchte man doch lieber seine Ruhe. Im Klartext bedeutet das: Du kannst sie ganz für dich alleine haben, musst nicht ständig mit seinen Saufkumpels konkurrieren und kannst auch ohne lange Diskussionen zu führen, einen gemütlichen Samstagabend zuhause verbringen.

Sie wissen, was sie wollen

In der Regel weiß ein Musiker ganz genau, was er will. Denn zum einen setzt er sich in seiner Musik ständig damit auseinander und zum anderen hat er sich bewusst für einen Berufsweg entschieden, der so viele Risiken birgt, dass er schon bevor es richtig losgegangen ist, mehreren Extremsituationen ausgesetzt war. Wir sprechen hier natürlich nicht von irgendeinem Hampelmann mit Gitarre, der früher in der Schulband gespielt hat, bevor er sich doch für sein langweiliges BWL-Studium entschieden hat, sondern von Musikern, die nicht mehr grün hinter den Ohren sind. Diese wissen in der Regel, was sie wollen und wie sie es wollen. Deswegen sollten sie auch kein Problem damit haben, das auszusprechen. Und falls er das doch nur in seinen Songtexten kann, kannst du immer noch zwischen den Zeilen lesen.

Sie schreiben vielleicht einen Song für dich

Der letzte Punkt ist auch der beste Punkt. Es gibt wohl nichts Schöneres als einen Song, der nur dir gewidmet ist. Vielleicht wirst du bereits in den Genuss kommen, während du einen Musiker datest. Mit ziemlicher Sicherheit wird das jedoch passieren, wenn ihr euch trennt. Ob das gut oder schlecht ausgeht, liegt in erster Linie an dir und den Gründen, warum eure Romanze vorbeigeht. Aber das ist etwas, das nur du in der Hand hast.

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