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Verschwörungstheoretiker behaupten, Conchita Wurst hat den ESC nur gewonnen, um die Welt homosexuell zu machen

Der Aufstieg von Conchita Wurst war alles andere als bloßer Zufall.
11.11.15

Als Conchita Wurst 2014 den Eurovision Song Contest gewann, freuten sich die meisten Menschen für unsere Österreicherin mit dem lustigen Namen. Ein Mann, der eine Frau ist, aber dennoch einen Bart trägt und sich mit einem Gewinnerlächeln aufs oberste Podest trällert—endlich war der peinlich-tattrige Wettbewerb mal wieder interessant! Zumal ihr Sieg ein wichtiges Signal der Anti-Diskriminierung war, besonders in Hinblick auf die im Vorjahr in Russland verabschiedeten Gesetze gegen „homosexuelle Propaganda“. Aber natürlich waren auch viele Zuschauer und solche, die sich einfach gerne aufregen und am liebsten ein Jahrtausend früher geboren wären, sehr, sehr wütend. Unkontrolliert spuckend tippten sie auf ihre Tastaturen ein und spannten ein immer größeres Netz aus Verschwörungstheorien, in deren Mitte sie die glückliche Siegerin setzten.

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Eine Binsenwahrheit besagt, dass in jeder Geschichte immer ein Fünkchen Wahrheit steckt, also wollten wir wissen, welche Machenschaften unter dem unnatürlich schwarzen Bart schlummern, haben uns durchs Netzt geklickt und wurden immer paranoider—dass so viele Menschen bereit sind, jeden Unfug zu glauben, macht einem aber auch Angst.

Tom Neuwirth tritt ins Rampenlicht

Thomas Neuwirth kommt aus dem steirischen 5000-Einwohner-Kaff Bad Mitterndorf. Eigentlich könnte er den Gasthof seiner Eltern übernehmen, kann aber dafür zu gut singen und entscheidet sich lieber dazu, bei der Casting-Show Starmania mitzumachen. Und so sehen wir Conchita zum ersten Mal 2006—als 17-jährigen Jungspund. Er wird Zweiter und gründet danach die Boyband „Jetzt Anders“, die sich aber 2007 wieder auflöst. Mit seiner Homosexualität geht er offen um, verschwindet aber danach erstmal von der Bildfläche. So weit, so langweilig, weil das so ziemlich jeder Casting-Show-Teilnehmer durchgemacht hat, der sich bis zum Ende durchgesetzt hat.

Spannend wird es 2011, denn da präsentiert sich Tom als frischgebackene Dragqueen, als die bärtige Kunstfrau Conchita Wurst. Wie wir gleich voller Zweifel beweisen werden, hat Tom Neuwirth irgendwann in diesen vier Jahren seine Seele an den Teufel verkauft, um jetzt als dämonische Marionette ins Licht zu treten. Singen kann sie nämlich zum Glück immer noch und nimmt deshalb am ESC-Vorentscheid teil—wird aber wieder nur Zweite. Das hindert sie aber nicht daran, es 2013 noch einmal zu versuchen, diesmal mit Erfolg. Der ORF hat keinen Bock mehr, für den Vorentscheid Geld rauszublasen, weil sich die österreichischen Kandidaten historisch auf den hinteren Plätzen wohlfühlen. So steht Conchita direkt als Kandidatin für unser kleines Österreich fest. Allerdings glauben nur schlummernde Schäfchen, dass wirklich Sparmaßnahmen der Grund dafür waren.

Conchitas ESC-Teilnahme war angeordnet

Die öffentlich-rechtlichen Medien—zu dem auch der ORF gehört—will man umerziehen. Conchita Wurst ist nämlich der „Höhepunkt der psychologischen Kriegsführung gegen […] die schöpferische Ordnung von Mann und Frau.“ Weil Conchita sich nicht in die altbewährten Geschlechterbilder pressen lässt, sondern lieber alles vermischt, ist sie ein schlechtes Vorbild für so viele andere. Ohne es zu bemerken, werden wir alle entsexualisiert und haben keine Lust mehr, uns mit dem anderen Geschlecht zu paaren. Dass sie beim ersten ESC-Versuch scheiterte, war demnach nicht von „oben“ geplant, weshalb 2014 eben gleich beschlossen wurde, diesmal das Volk nicht zu fragen. Ihr wundert euch, warum nach all den Jahren schrecklicher österreichischer Musik beim ESC plötzlich ausgerechnet eine Kunstfigur wie Conchita Wurst gewinnt? Weil Strippenzieher im Hintergrund Strippen ziehen und einem Dämonen dem Weg ebnen wollen.

Ihr Siegersong beweist, dass sie die Welt vernichten will

„Rise like a phoenix
Out of the ashes
Seeking rather than vengeance
Retribution
You were warned
Once I'm transformed
Once I'm reborn
You know I will rise like a phoenix
But you're my flame“

„Rise like a phoenix / Out of the ashes“—Über Phönixe wird gesagt, dass sie aus der Asche auferstehen. Wo gibt es sehr viel Feuer und Asche? In der Hölle. Und genau aus der will Conchita aufsteigen, zu uns, auf die Bühne des ESC. Einfach mal hinhören! Zumal sie bei ihrer Performance vor einer Wand von Bildschirmen steht, die ihr flammende Flügel verpassen und sie wie einen Dämonen aussehen lassen, dem die Zuschauer ekstatisch zujubelten. Als ob sie es nicht besser wüssten. Und dann singt sie auch noch, dass wir brennen würden („You’re my flame“), weil wir zu blind waren, die Zeichen zu erkennen („You were warned“. )

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Außerdem: Wenn man den Song rückwärts abspielt, hört man erschreckend deutlich, wie sie singt: „You must know monsters / You must know every misery“, was wie eine deutliche Warnung an uns Zuhörende und gleichzeitig wie eine Huldigung an alles Böse klingt.

Conchita Wurst ist der fleischgewordene Antichrist

Foto: Imago

Ist dir aufgefallen, dass Conchita eigentlich aussieht wie Jesus und beim ESC-Auftritt auch ihre Arme wie ein gekreuzigter Jesus erhoben hat? Zufall? Nicht doch. Allein ihr Name: „Conchita“ ist das spanisch herabwürdigende Wort für Vagina und „Wurst“ ist nicht ohne Grund geformt wie ein Penis—Frau und Mann, vereinigt schon im Namen. Dass sie dann auch noch so androgyn aussieht, ist ein deutlicher Hinweis auf Baphomet, ein von den Freimaurern verehrter Dämon, der die Welt zerstören will. Genau wie Conchita hat er auf seinen Unterarmen Tattoos. Schließlich wurde der von einem Schriftsteller auch als geschlechtervermischtes Wesen gezeichnet. Dass er wie ein Phönix auch noch zwei Flügel hat, macht die Sache doch so eindeutig, dass man Menschen auf der Straße anschreien möchte, doch endlich mal YouTube anzuschalten.

Das Video zu „Heroes“ offenbart ihre düstere Agenda

Es ist kein Zufall, dass das Musikvideo zu „Heroes“ nur in Schwarzweiß gehalten ist. Licht gegen Schatten, Gut gegen Böse, die weibliche Conchita gegen die bösen Männer. Was sagen Feministen doch gleich immer? Dass alle Kriege von Männern geführt werden! Und Conchita inszeniert sich jetzt als Über-Wesen, das die Waffen der Männer schmilzt und sie dann in die Hölle zieht. Eine Welt ohne Männer? Klingt doch wieder ganz nach dem oben beschriebenen „schöpferische Ordnung von Mann und Frau“.

So schließt sich der krakelig gezeichnete Kreis, an dem Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern dank des Internets gemeinsam rumkritzeln. Warum sie derart viel Zeit und Anstrengung darauf verwenden, aus einem eigentlich langweiligen Event wie dem ESC die Offenbarung zum Untergang der Welt zu machen? Weil sie sich nicht erklären können, dass es doch tatsächlich wurst ist, dass es Frauen mit Bart gibt.

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